Starbucks braucht keinen neuen Hype, um wieder interessant zu werden. Genau darauf weist auch Jim Cramer hin: Während der Markt bei vielen Technologiewerten über Investitionsbudgets und Bewertungen diskutiert, kann Starbucks vor allem über das operative Geschäft überzeugen.
- CEO Brian Niccol treibt den Turnaround konsequent voran.
- Kürzere Wartezeiten und ein klareres Markenprofil sollen die Profitabilität verbessern.
- Starbucks kann über freie Cashflows, Dividenden und Aktienrückkäufe direkt Wert für Aktionäre schaffen.
Zuletzt sorgten Spekulationen über eine mögliche Verbindung mit Chipotle kurzfristig für Unruhe. Brian Niccol stellte jedoch klar, dass daran nichts dran ist. Wichtiger ist ohnehin, dass sich die operative Entwicklung weiter verbessert.
Der Turnaround wird sichtbar
Starbucks arbeitet unter Niccol daran, das Filialgeschäft wieder effizienter und attraktiver zu machen. Prozesse werden vereinfacht, Wartezeiten sollen sinken und die Marke wieder stärker als sogenannter „Third Place“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz positioniert werden.
Damit setzt das Management genau dort an, wo zuletzt Probleme entstanden waren: bei Geschwindigkeit, Kundenerlebnis und operativer Effizienz.
Wenn diese Maßnahmen greifen, muss die Aktie nicht auf externe Fantasie angewiesen sein. Entscheidend werden wieder Umsatzentwicklung, Margen und Cashflows.
Das Geschäftsmodell bleibt stark
Kaffee ist tief im Alltag vieler Menschen verankert. Starbucks verkauft dabei nicht nur ein Getränk, sondern Marke, Convenience und ein weltweit wiedererkennbares Erlebnis.
Genau diese Kombination sorgt für Preissetzungsmacht und wiederkehrende Nachfrage. Gleichzeitig verfügt der Konzern über eine globale Plattform, die weiter ausgebaut werden kann.
Anders als kapitalintensive Technologieunternehmen benötigt Starbucks keine gigantischen Rechenzentrumsbudgets, um zu wachsen. Der Konzern kann seine operative Verbesserung direkt in höhere Erträge und freie Cashflows übersetzen.
„Dieses Unternehmen baut keine Rechenzentren und braucht sein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht, um zu expandieren. Es kann die Zahlen einfach übertreffen und den Aktienkurs von selbst in die Höhe treiben. Und genau das wird meiner Meinung nach passieren“,
Cashflow statt Fantasie
Für Anleger ist genau das interessant. Starbucks kann überschüssige Mittel über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben.
Damit hängt die Investmentstory weniger von einer Neubewertung der Aktie ab, sondern stärker davon, ob Niccols Maßnahmen die Profitabilität dauerhaft verbessern.
Das macht die aktuelle Phase besonders spannend: Die Erwartungshaltung ist deutlich niedriger als bei vielen Wachstumswerten, gleichzeitig besteht operativ noch viel Potenzial.
Die operative Story wird wieder wichtiger
Der Starbucks-Turnaround steht noch nicht am Ziel. Aber die Richtung stimmt. Effizientere Filialen, ein klareres Markenprofil und solide Cashflows können der Aktie neuen Rückenwind geben.
Im Megatrend Folger bleibt Starbucks deshalb ein wichtiger Konsumwert. Entscheidend ist nicht kurzfristiger Hype, sondern die Frage, ob Brian Niccol den Konzern Schritt für Schritt wieder auf einen nachhaltig profitableren Wachstumspfad bringt.
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Heute, 08:10
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