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Chipotle Mexican Grill: Übernahme durch Starbucks?

Chipotle Mexican Grill: Übernahme durch Starbucks?
Foto: Starbucks
Chipotle Mexican Grill - %
Jan-Paul Fóri Heute, 16:34 ‧ Jan-Paul Fóri
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Paukenschlag bei Chipotle Mexican Grill: Laut Medienberichten erwägt die US-Kaffeehauskette offenbar eine Übernahme der angeschlagenen Burrito und Taco-Fast-Food-Kette. Was auf den ersten Blick kurios klingt, könnte jedoch durchaus Sinn ergeben. Die wichtigste Rolle spielt dabei Starbucks-Chef Brian Niccol, der Ex-Chef von Chipotle. 

  • Starbucks prüft laut Financial Times offenbar eine Übernahme von Chipotle.
  • Brian Niccol machte Chipotle zum Wachstumsstar und soll nun Starbucks aus der Krise führen.
  • Der mögliche Deal würde einen Restaurantkonzern mit fast 50 Milliarden Dollar Umsatz schaffen.

Brian Niccol ist für Starbucks kein gewöhnlicher Manager. Bevor er im September 2024 den Chefposten bei Starbucks übernahm, stand er mehr als sechs Jahre an der Spitze von Chipotle. Und seine Bilanz kann sich sehen lassen.

Als Niccol 2018 zu Chipotle wechselte, kämpfte die Kette noch mit den Folgen mehrerer Lebensmittelskandale. Im selben Jahr erzielte das Unternehmen 4,9 Milliarden Dollar Umsatz. Bereits 2019 kletterten die Erlöse auf 5,6 Milliarden Dollar. Die vergleichbaren Restaurantumsätze legten damals um 11,1 Prozent zu.

Niccol setzte dabei unter anderem auf Digitalisierung, neue Produkte und eine stärkere Markenpositionierung. Der Erfolg spiegelte sich auch an der Börse wider. Als er Chipotle im August 2024 verließ, war der Aktienkurs seit seinem Amtsantritt um ein Vielfaches gestiegen. 2023 erzielte Chipotle bereits 9,9 Milliarden Dollar Umsatz und betrieb 3.437 Restaurants.

Chipotle Mexican Grill (WKN: A0ESP5)

Auch bei Starbucks übernahm Niccol keinen Konzern im Idealzustand. Die Kaffeehauskette hatte mit rückläufigen Kundenfrequenzen, langen Wartezeiten und einem zunehmend komplexen Filialkonzept zu kämpfen.

Niccol startete deshalb seine „Back to Starbucks“-Strategie. Die ersten Ergebnisse sind inzwischen sichtbar: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die vergleichbaren Umsätze weltweit um 7,9 Prozent. In den USA lag das Plus ebenfalls bei 7,9 Prozent, während die Zahl der Transaktionen um 4,2 Prozent zunahm. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge von 13,3 auf 13,6 Prozent.

Damit zeigt sich ein bekanntes Muster: Niccol übernimmt eine Restaurantmarke mit Problemen und versucht, das Kerngeschäft wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Der Ex-Chef könnte Chipotle erneut retten

Genau hier wird die Übernahmespekulation, über die die Financial Times zuerst berichtete, interessant. Chipotle ist zwar weit davon entfernt, ein Sanierungsfall zu sein. Die operative Entwicklung hat sich zuletzt allerdings abgeschwächt. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Die vergleichbaren Restaurantumsätze legten lediglich um 2,2 Prozent zu. Gleichzeitig sank die operative Marge von 18,2 auf 15,7 Prozent.

Laut der Financial Times hat Starbucks in den vergangenen Monaten mit Beratern über eine mögliche Übernahme gesprochen. Chipotle bringt derzeit einen Börsenwert von knapp 39 Milliarden Dollar auf die Waage. Zusammen würden beide Unternehmen auf einen Jahresumsatz von fast 50 Milliarden Dollar kommen.

Ein solcher Deal wäre allerdings ein gewaltiger Kraftakt. Starbucks müsste vermutlich einen erheblichen Aufschlag bezahlen. Gleichzeitig könnte die zuletzt schwächere Starbucks-Aktie die Finanzierung über eigene Aktien erschweren. Hinzu kommt die Frage, wie zwei große Marken mit unterschiedlichen Konzepten und Filialstrukturen wertstiftend zusammengeführt werden könnten.

Starbucks (WKN: 884437)

Während Chipotle an der NYSE um rund fünf Prozent anzieht, gibt die Starbucks-Aktie an der Nasdaq rund drei Prozent nach. Noch ist der Deal nicht bestätigt, ebenso liegt aktuell kein offizielles Übernahmeangebot vor. Trotzdem ist der Übernahmegedanke durchaus spannend. Aktuell ist allerdings keine der beiden Aktien eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. 

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