Während die Börse bereits auf Blackwell, Rubin und die nächste Chipgeneration blickt, liefert der Markt für ältere Nvidia-GPUs ein starkes Signal: Die Mietpreise für H100-SXM-Grafikprozessoren sind im vergangenen Monat um rund 22 Prozent auf 3,28 Dollar je H100-Stunde gestiegen. Genau das widerspricht einer zentralen Bären-These: Ältere KI-Hardware verliert nicht sofort an Wert – sie wird weiterhin dringend gebraucht.
- Der H100-SXM-Index stieg im vergangenen Monat um rund 22 Prozent.
- Selbst ältere Nvidia-Chips bleiben stark nachgefragt.
- Das spricht gegen die These eines schnellen Wertverfalls bestehender GPU-Flotten.
- Nvidia bleibt der zentrale Profiteur der globalen KI-Infrastruktur.
Für Anleger ist das ein wichtiges Signal. Der KI-Boom hängt nicht nur an der neuesten Chipgeneration. Die Nachfrage nach Rechenleistung ist so groß, dass auch ältere Plattformen weiterhin wirtschaftlich eingesetzt werden können.
Die Bären-These bekommt Gegenwind
Nvidia hat sich zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt entwickelt. Gleichzeitig begleiten Skeptiker den Aufstieg seit Monaten mit denselben Argumenten: Die Halbleiterbranche sei zyklisch, Hyperscaler bauten eigene Chips, und neue Generationen würden ältere GPU-Flotten schnell entwerten.
Genau hier wird der H100-Preisanstieg spannend. Der H100 ist keine brandneue Plattform mehr. Trotzdem steigen die Mietpreise deutlich. Das zeigt: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung bleibt hoch, und der Markt absorbiert nicht nur die neuesten Chips.
H100 zeigt die Stärke des Nvidia-Ökosystems
Der H100 kam bereits vor mehreren Jahren auf den Markt. Dass die Mietpreise nun wieder anziehen, obwohl Nvidia mit Blackwell und Rubin längst die nächsten Plattformen bereitstellt, spricht für die Breite des Marktes.
Nvidia gräbt sich mit neuen Chipgenerationen nicht automatisch selbst das Wasser ab. Stattdessen entsteht ein Stufenmodell: Premium-Kunden greifen zu den neuesten Hochleistungsplattformen, während andere Entwickler, Start-ups oder kleinere Anbieter ältere Generationen wie H100 oder A100 nutzen.
Das macht das Geschäftsmodell robuster. Solange jede verfügbare GPU gebraucht wird, bleibt die Preissetzungsmacht im gesamten Nvidia-Ökosystem stark.
Warum ältere GPUs weiter gefragt sind
Nicht jede KI-Anwendung benötigt sofort die neueste Hardware. Viele Inferenz-Aufgaben, kleinere Modelle, Tests, Trainingsläufe oder Entwicklerumgebungen lassen sich auch auf H100- oder A100-Systemen wirtschaftlich betreiben.
Genau deshalb ist der Mietpreis für ältere GPUs ein wichtiger Realitätscheck. Wenn H100-Kapazität trotz Generationswechsel teurer wird, spricht das gegen eine schnelle Entwertung der installierten Basis.
Für Nvidia ist das entscheidend: Der Konzern verkauft nicht nur neue Chips. Er kontrolliert ein Ökosystem aus Hardware, Software, Netzwerken, Entwicklertools und Rechenzentrumsarchitektur.
Bewertung: Wachstum relativiert die Größe
Natürlich wirkt Nvidia auf den ersten Blick riesig. Die Marktkapitalisierung liegt im Billionenbereich, und die Erwartungen sind hoch. Doch die operative Entwicklung bleibt außergewöhnlich stark.
Im jüngsten Quartal steigerte Nvidia den Umsatz auf 96,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn legte auf 59,7 Milliarden Dollar zu. Damit wächst der Konzern weiter in seine Bewertung hinein.
Genau deshalb greift der reine Blick auf die absolute Größe zu kurz. Entscheidend ist, ob Umsatz, Gewinn, Nachfrage und Margen weiterziehen. Die H100-Mietpreise liefern dafür ein weiteres positives Signal.
Die Nachfrage bleibt stärker als die Skepsis
Der Anstieg der H100-Mietpreise zeigt: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung bleibt hoch, selbst bei älteren Nvidia-Plattformen. Damit verliert eine zentrale Bären-These an Kraft. Wenn alte Hardware nicht verfällt, sondern im Preis steigt, spricht das für einen weiterhin angespannten Markt.
Für den Megatrend Folger bleibt Nvidia ein Schlüsselwert der KI-Infrastruktur. Der Konzern profitiert von neuen Chipgenerationen, aber auch von der anhaltenden Nutzung bestehender Plattformen. Welche Optionsscheine auf Nvidia aktuell das beste Setup bieten, erfahren Leser in der aktuellen Ausgabe des Megatrend Folger.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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