So investieren Sie wie Peter Lynch
04.12.2020 Marion Schlegel

MDAX: Siemens Energy rein, Grenke raus

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SIEMENS ENERGY

Die Ende September vom Industriekonzern Siemens abgespaltene Siemens Energy wird wie von Experten erwartet in Kürze in den MDAX aufgenommen. Im DAX bleibt hingegen alles beim Alten, wie aus einer am späten Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung des Indexanbieters Stoxx hervorgeht. Weichen muss dafür wie ebenfalls von vielen erwartet der Leasinganbieter Grenke. Die Aareal Bank konnte den Abstieg damit verhindern. Die Umsetzung der Änderungen erfolgt zum 21. Dezember.

SIEMENS ENERGY (WKN: ENER6Y)

Im SDAX gibt es damit insgesamt sieben Wechsel. Experten hatten mit bis zu acht gerechnet. Die Aufsteiger sind der Online-Broker Flatex, der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt, die Online-Möbelhändler Home24 und Westwing, der Biodieselhersteller Verbio sowie der altbekannte Autozulieferer ElringKlinger. Weichen müssen dafür der Autozulieferer Leoni, der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische, der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori, der UV-Technologiespezialist Dr. Hönle, der IT-Dienstleister Secunet sowie der Autowaschanlagen-Hersteller Washtec.

Wichtig sind Änderungen in den Indizes der DAX-Familie (DAX, MDAX, SDAX und TecDAX) vor allem für Fonds, die diese Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Die Aktie von Siemens Energy konnte in den vergangenen Wochen bereits deutlich zulegen. Wie zuletzt bekannt wurde, will das Unternehmen in Chile gemeinsam mit dem Sportwagenbauer Porsche und einer Reihe internationaler Unternehmen ein Projekt entwickeln, aus dem die weltweit erste integrierte und kommerzielle Großanlage zur Herstellung synthetischer, klimaneutraler Kraftstoffe hervorgehen soll. Porsche ist Hauptabnehmer des grünen Kraftstoffs. Diese sollen etwa im Motorsport genutzt werden, wie Porsche-Chef Oliver Blume sagte.

Das Trendthema Wassserstoff könnte für Siemens Energy eine wichtige Rolle spielen, um das rückläufige Geschäft mit großen Gasturbinen zu kompensieren. Die Bewertung der Aktie erscheint auf dem aktuellen Niveau weiter attraktiv. Die Aufnahme in den MDAX dürfte das Papier weiter beflügen.

(Mit Material von dpa-AFX)