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16.01.2020 Andreas Deutsch

McDonald’s: Fast-Food 2.0

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McDonald's

Kein Konzern kann es sich mittlerweile leisten, auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu verzichten. Das sieht auch das McDonald’s-Management so. Der Burger-Gigant wird 2020 die Verwendung von Plastik weiter reduzieren. Außerdem will McDonald’s offenbar viel stärker von der Vegan-Welle profitieren. Das freut die Börse.

McDonald’s optimiert seine Dessertverpackungen. 2020 werden McFlurry, McSundae und Shakes fast ohne Plastik auskommen. „In der Summe werden durch den Umstieg rund 1.000 Tonnen Plastik pro Jahr eingespart“, so das Unternehmen.

Mit Maßnahmen wie diesen wertet Big M sein Image merklich auf. Das gilt auch für die für die Vegan-Offensive: McDonald's bietet künftig Beyond-Meat-Burger in 52 kanadischen Filialen an und damit in fast doppelt so vielen wie bislang.

Doch damit sollte das Ende der Fahnenstange nicht erreicht sein. An der Börse machte unlängst die Spekulation um eine großangelegte Partnerschaft von Beyond Meat in Kanada und den USA die Runde. Mit diesem Schritt würde McDonald’s eine wichtige Rolle im Megawachstumsmarkt Vegan-Fleisch (geschätztes Volumen bis 2029: 140 Milliarden Dollar) spielen.

Kein Wunder, dass der McDonald’s-Aktienkurs zuletzt wieder aufgedreht hat. Der Titel ist auf ein 8-Wochen-Hoch geklettert und kratzt jetzt am Widerstand bei 210 Dollar.

McDonald's (WKN: 856958)

Was der Börse ebenfalls gut schmeckt, ist die verbesserte Profitabilität. McDonald’s wird 2020 voraussichtlich mit einer EBITDA-Marge von 52 Prozent einen neuen Spitzenwert erreichen. Jahrelang war Big M hier nicht über 40 Prozent gekommen. Doch KI, Digitalisierung und Automatisierung machen eine höhere Gewinnspanne möglich. Mit einem KGV von 25 ist die Aktie kein Schnäppchen mehr, doch das Geschäft ist hochsolide und daher sind die Cashflows sogar in Krisenzeiten stabil. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.