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05.09.2016 Andreas Deutsch

Marc Faber: Ruhe vor dem Sturm

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Crashprophet Marc Faber hat sich wieder zu Wort gemeldet. In einem Interview mit dem Handelsblatt macht er den Notenbanken große Vorwürfe – und verrät, welche Aktien sich bald erholen könnten.

Marc Faber warnt in dem Interview davor, die Ruhe an den Finanzmärkten als positives Zeichen zu werten. „Das ist eher die Ruhe vor dem Sturm“, so der Vermögensverwalter und Börsenbriefherausgeber (The Gloom, Boom & Doom Report). „Die Aktienkurse schwanken nur moderat, aber das kann sich schnell ändern. Die großen Notenbanken kaufen Anleihen, Währungen, auch Aktien. Möglich, dass wir noch einen Monat Hausse vor uns haben.“

Die Interventionen genannten Aktionen der Notenbanken verurteilt Faber aufs Schärfste. „Ich nenne es Manipulationen. Privatleute würden mit solchen Aktionen im Gefängnis landen. Aber die Notenbanken erlauben sich das.“ Der Privatanleger sei der Dumme: „Der hat es schwer, sich eine Meinung zu bilden in der Welt der Geldfluten.“

Potenzial sieht Faber derzeit bei europäischen Bank-Aktien, die stark gefallen sind. Nachteil: „Die Banken haben allerdings einen hohen Kapitalbedarf. Und wenn die Weltwirtschaft schwächelt, würde auch Unternehmen wie BMW oder Daimler das Geldverdienen schwerfallen.“ Sein Tipp für Privatanleger: „Edelmetalle könnten sich gut entwickeln.“

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