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13.05.2015 Jonas Groß

LPKF Laser: Nächste Hiobsbotschaft

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DAX

Acht Prozent Kursrückgang! So reagierten die Anleger auf die am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen des Laser-Unternehmens. Der Titel ist am heutigen Mittwoch abgeschlagenes Schlusslicht im TexDax.

Schwache Zahlen

Nachdem im März eine Dividendenkürzung von 25 Cent auf nur noch 12 Cent pro Aktie angekündigt wurde, folgte nun mit den Quartalszahlen die nächste Enttäuschung. Der Umsatz verharrte im ersten Quartal mit 21,4 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert (Q1 2014: 21,6 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) sank von 1,1 Millionen auf 0,2 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag dementsprechend mit 1,0 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahr (5,0 Prozent).

Prognose für 2015

Nach der letzten Prognose soll 2015 ein Umsatz von 128 bis 136 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 12 bis 15 Prozent erreicht werden. In den ersten Wochen des zweiten Quartals liegt der Auftragseingang im LPKF-Konzern allerdings unter den Erwartungen. Der Vorstand hält es zum jetzigen Zeitpunkt dennoch weiterhin für möglich, die Ziele für 2015 zu erreichen, bezeichnet diese aber als sehr ambitioniert.

CEO: Mittelfristig bessere Aussichten

Die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten zeigt, dass das Zugpferd von LPKF Laser, das Segment Electronics Production Equipment, die Schwächephase des Vorjahres noch nicht überwunden hat. Gleichzeitig sieht CEO Ingo Bretthauer aber deutliche Hinweise dafür, dass sich die Wachstumsaussichten mittelfristig zunehmend verbessern. "Vor allem unsere neuen Entwicklungsprojekte Through Glass Via (TGV) und Laser Transfer Printing (LTP) stoßen auf sehr konkretes Interesse im Markt", sagt Bretthauer und fasst zusammen: "Kurzfristig bleibt es schwierig, aber mittelfristig können wir optimistisch sein."

Vorsicht!

LPKF Laser-Anleger hatten im letzten Jahr zahlreiche schlechte Nachrichten zu verkraften: Schlechte Zahlen, Dividendenrückgang, Gewinnwarnungen. Die Aussichten scheinen im Moment nicht besser zu werden. Neuanleger bleiben vorsichtig und halten sich zurück.

(mit Material von dpa-AFX)

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