25.07.2014 Jochen Kauper

Loewe-Aktie: 120 Prozent Kursgewinn - Finger weg!

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Der angeschlagene Hersteller von Premium-Fernsehern und Audiogeräten Loewe schreibt wieder schwarze Zahlen. "Wir werden unser erstes Geschäftsjahr profitabel abschließen", kündigte der geschäftsführende Gesellschafter Mark Hüsges in der Süddeutschen Zeitung an. Loewe hatte 2013 nach jahrelangen hohen Verlusten Insolvenzantrag gestellt.

Neue Besen kehren gut
Nach Angaben von Mark Hüsges wurde inzwischen am Loewe-Stammsitz in Kronach "eine wettbewerbsfähige Fertigungskette" aufgebaut, die eine Fernseherproduktion wirtschaftlich möglich mache. Deswegen sollten dort weniger Stellen gestrichen werden als ursprünglich geplant.

Kein Angebot an die Aktionäre
Im vergangenen Frühjahr hat der Finanzinvestor Stargate Capital Loewe übernommen. Bei Stargate ziehen Mark Hüsges und Boris Levin die Fäden. Die beiden haben zusammen mit den kreditgebenden Banken unter Führung der Deutschen Bank auch bei Loewe das Sagen. Allerdings wurde Loewe im Rahmen eines Asset Deals übernommen, sprich, die Geschäfte laufen seit der Übernahme unter dem Namen Loewe Technologies GmbH.

Kurssprung - Aktie verkaufen
Die Loewe-Aktie reagiert am Freitag mit einem Kurssprung von 93 Prozent auf die guten News. Doch Vorsicht: Die Aktie hat mit dem operativen Geschäft von Loewe nichts mehr zu tun. Die unter der Wertpapierkennnummer A1X3W3 notierte Loewe-Aktie in Liquidation wird nach Unternehmensangaben am 8. Oktober vom Kurszettel verschwinden. Das heißt: Die Aktionäre werden leer ausgehen! Fazit: Finger weg!