07.05.2020 Maximilian Völkl

Linde enttäuscht Anleger – Gewinnrückgang möglich – Aktie fällt ans DAX-Ende

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Linde

Der Industriegase-Riese Linde kann sich von der schwächelnden Wirtschaft nicht abkoppeln. Im Rahmen der Zahlen zum ersten Quartal hat der Konzern seine Prognose reduziert. Im schlechtesten Fall droht sogar ein Gewinnrückgang. Das kommt an der Börse nicht gut an.

Im ersten Quartal ging der Umsatz bei Linde bereits um drei Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte dagegen um zwölf Prozent auf 1,89 Dollar je Aktie zu. Aufgrund der Corona-Pandemie kassierte Linde dennoch seine bisherige Prognose, die ein Plus beim Gewinn je Aktie von zehn bis 13 Prozent in Aussicht gestellt hatte. 2019 lag dieser bei 7,34 Dollar je Aktie.

Nun rechnet Linde im besten Fall noch mit einem Gewinnwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Dies allerdings auch nur, wenn es im dritten Quartal zu einer Erholung des Geschäfts kommt. Im schlechtesten Fall rechnet Linde dagegen jetzt mit einem Rückgang beim Ergebnis im niedrigen einstelligen Bereich.

Linde (WKN: A2DSYC)

Linde wird deutlich vorsichtiger. Das sorgt für Verluste bei der Aktie. Anleger sollten deshalb aber nicht in Panik verfallen. Langfristig ist der Konzern weiter bestens aufgestellt. Nach der Corona-Krise dürfte Linde seine Position als Weltmarktführer weiter ausbauen. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.

Linde ist auch Teil des erfolgreichen Wasserstoff-Index des AKTIONÄR. Wer auf den Durchbruch der spannenden Technologie setzen und das Risiko dabei auf mehrere Schultern verteilen will, greift zu dem Index, zu dem auch Highflyer wie Nel, PowerCell oder ITM Power zählen.

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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: E-Mobilität Wasserstoff Index