Bisher war D-Wave mit einem Plus von 2.200 Prozent seit Empfehlung Anfang 2024 der Anlegerliebling – doch jetzt rückt die neu börsennotierte Honeywell-Tochter Quantinuum ins Rampenlicht.
Das ging schnell: Charttrendwende mit einem 40-Prozent-Plus bei Quantinuum. News: Quantinuum und Oracle schließen eine mehrjährige strategische Partnerschaft, um Quantencomputing in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zu bringen. Das Ziel: KI, klassische Supercomputer und Quantencomputer in einer gemeinsamen Umgebung verbinden. Quantinuum-CEO Hazra glaubt, dass die „nächste Phase des Quantencomputings“ durch die Kombination von KI-Rechnern und Quantencomputern geprägt werde.
(Dieser Artikel ist im AKTIONÄR Hot Stock Report erschienen und aktualisiert)
Im zweiten Quartal schnellte der Umsatz im Jahresvergleich um 279 Prozent auf 8 Millionen Dollar nach oben. Aber zugleich weitete sich der Nettoverlust auf 597 Millionen Dollar aus.
Der Vorstand bleibt optimistisch: „Wir haben entscheidende Forschungs- und Entwicklungsdurchbrüche erzielt“, sagte Rajeeb Hazra, CEO von Quantinuum. „Infolgedessen sehen wir eine sich beschleunigende kommerzielle Dynamik im Geschäft.“
Bereits vor zwei Wochen in der HSR-Ausgabe 28/2026 wurde Quantinuum erneut thematisiert, und anhand einer Peer-Group-Tabelle wurde gezeigt, dass bei der Technologie und dem Management D-Wave unter Druck kommt.
Zur Erinnerung die Vorstellung von Quantinuum im November: Schon zwei sich bewegende Münzen sorgen für Staunen. Richtig verwirrend ist das Spiel mit Millionen unsichtbarer, wild tanzender Qubits. Was ist real, was Illusion? Selbst wenn Millionen physikalische Qubits erzielt werden, sind aufgrund der Fehleranfälligkeit in der Praxis nur eine Handvoll logische Qubits anwendbar. Beispiel: Um den Bitcoin zu knacken, bräuchte es rund 3.000 logische Qubits, die bei IonQ und D-Wave noch nicht absehbar sind. Prof. Burkard sagte mir, bei diesen Start-ups fehlten klare Anwendungsdurchbrüche. Jetzt meldete sich Quanten-Genie Scott Aaronson zu Wort und warnt von lauten CEOs und „Schwindlern“ in dem Space, doch er „liebt die Idee“ der laut Fachwelt führenden Quantenfirma Quantinuum „sehr“, auch wenn es leiser um die Firma als um IonQ sei. Spannend: 54 Prozent der Anteile am Microsoft-Technologiepartner Quantinuum hält die unscheinbare Honeywell. Der US-Tech-Konzern schrumpfte zuletzt, sieht aber Perspektiven bei Teilen für Militärjets und Datencenter. Bewertet wurde sein Quanten-Start-up zuletzt im Zuge eines Ein stiegs von Nvidia mit rund zehn Milliarden Dollar. Denkbar: Die zuletzt 50 logischen Qubits könnten bis 2030 auf 300 und bis 2040 auf 2.000 und in die Nähe der Bitcoin-Gefahr skalieren.
Bereits im Februar 2024 wurden im AKTIONÄR Hot Stock Report die damaligen Geheimtipps IonQ und D-Wave (damaliger Kurs 0,73 Euro) vorgestellt. Mittlerweile liegt D-Wave 2.200 Prozent im Plus – siehe Best-of-Tabelle.
IonQ: Aggressiver Plan
Quantinuum hat dabei aktuell die größere Qubit-Zahl und gilt als führend bei frühen Fehlerkorrektur-Demonstrationen. IonQ hingegen verfolgt eine breitere Diversifikation (Networking, Sensing, eigene Chip-Fertigung via SkyWater) und betont aggressiveres kommerzielles Wachstum. IonQ-CEO De Masi weiter: „Mit unserer Trapped-Ion-Technologie, bin ich stolz zu sagen, dass IonQ das erste Unternehmen in der Geschichte ist, das fehlertolerantes Quantencomputing im industriellen Maßstab ermöglichen wird.“
D-Wave, IonQ – seit 2024 - und jetzt auch Quantinuum befinden sich auf der Empfehlungliste des Hot Stock Report. Ins Depot 2030 wandern nun hingegen drei neue KI-Wetten – die günstiger bewertet sind und noch mehr Chartmomentum aufnehmen.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: D-Wave Quantum.
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