16.02.2017 Jochen Kauper

Leoni: Comeback-Story läuft – Aktie klettert weiter

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Leoni
Trendthema

Die Aktie von Leoni hat in den letzten Tagen deutlich Boden gut machen können. Gute Zahlen und der Kauf des Start-Ups Adaptricity ließen das Papier von 36 Euro auf 40 Euro klettern. Die guten Nachrichten aus dem Hause Leoni waren auch bitter nötig. In den letzten Monaten hat sich das Management nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mehrere Prognoseverfehlungen sowie ein Schaden in Höhe von 40 Millionen Euro für die Firma durch die so genannte „Chef-Masche“ ließen die Aktie bis auf knapp 24 Euro fallen.

Zukauf

Aktuell sieht es für das Papier wieder gut aus. Leoni hat im Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro (2015: 4,5 Milliarden  Euro) erzielt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wird bei knapp 78 Millionen Euro erwartet. Die Prognose von 65 Millionen Euro wird deutlich übertroffen. Zudem übernimmt der Bordnetzhersteller zwei Drittel der Anteile an der Adaptricity AG. „Das Spin-Off der ETH Zürich bringt software-gestützte Beratungsleistungen auf Basis von elektrotechnischem Expertenwissen in den Konzern ein“, so heißt es in einer Mitteilung von Leoni.

 

Dabeibleiben!

Die Leoni-Aktie konnte in den letzten Wochen deutlich Boden gut machen.

Es bleibt dabei: das Potenzial für Leoni ist noch nicht ausgeschöpft. Einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro steht eine Börsenbewertung von nur 1,3 Milliarden Euro gegenüber. An der Gewinnmarge sollte in den nächsten Quartalen gearbeitet werden. Positiven Einfluss darauf sollte auch der neue Vorstand in der Problemsparte Bordnetze, Martin Süttem, nehmen. Süttem arbeitet vorher für den französischen Autozulieferer Faurecia.

Der Umbau von Leoni geht voran. Auch kommen am Markt aufgrund des hohen Streubesitzes immer wieder Übernahmegerüchte auf. Anleger bleiben dabei. Das nächste Etappenziel lautet in einem freundlichen Gesamtmarkt 44 Euro.

DER AKTIONÄR setzt im Derivate-Musterdepot auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.