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Ladenhüter A380: Was Sie jetzt über Airbus und Boeing wissen müssen

Ladenhüter A380: Was Sie jetzt über Airbus und Boeing wissen müssen
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14.12.2017, 16:55 ‧ Matthias J. Kapfer

Der Kampf der beiden Erzrivalen Airbus und Boeing spitzt sich weiter zu. Airbus will einer Stellungnahme nach weniger A380 bauen. Im Fokus ist außerdem ein Großauftrag von der amerikanischen Fluglinie Delta Air Line.

Schlechte Nachrichten aus dem Hause Airbus - der in Toulouse beheimatet Flugzeugbauer wird einem Unternehmenssprecher zufolge die Drosslung der A380-Produktion in Erwägung ziehen. Einst lag die Produktion des Riesenvogels bei 30 Maschinen pro Jahr. Aufgrund der starken Nachfrage kleinerer und effizienteren Flugzeugen beugt sich Airbus dem Druck und will in 2018 nur noch zwölf und im darauffolgenden Jahr nur noch acht Jets des A380 bauen. Der Großraumflieger hat seit Längerem mit ausbleibenden Bestellungen zu kämpfen. Während das Unternehmen nach der Präsentation des A380 noch volle Auftragsbücher verzeichnen konnte, bleiben seit zwei Jahren die Aufträge aus.

Neuer Trend: kleinere Großraumflugzeuge

Eigentlich sollte der A380 zum Kassenschlager werden und vor allem die großen Flughafen-Drehkreuze der Welt miteinander verbinden. Die Theorie von Airbus, dass Langstreckenverbindungen zu meist von solchen Drehkreuzen aus stattfinden würde, entwickelte sich aber in eine andere Richtung. Die lukrative Langstrecke wird vermehrt nonstop mit kleineren Großraumflugzeugen geflogen. Airlines können so auf Flughäfen, die eher eine unwichtigere Rolle spielen, weite Strecken anbieten und so den Passagieren eine Zwischenlandung ersparen.

Kassenschlager: A350 und Dreamliner

Der Profiteur diesen Trends ist der US-Erzrivale Boeing, der vor allem mit seinem effizienten Modell B787 (Dreamliner) fleißig Bestellungen sammeln konnte. Airbus hält mit dem neuen Modell A350 eisern dagegen und befindet sich auf Verfolgungsjagd. Einen Riesenerfolg im Zweikampf konnte Airbus heute bei der US-Airline Delta erreichen. Wie ntv am Mittwoch berichtet, bestellt die Airline 100 Flugzeuge des brandneuen Mittelstreckenjets A321neo mit einem Gesamtvolumen von 12,7 Milliarden Dollar nach Listenpreis.

Aktien beider Flugzeugbauer aussichtsreich

Boeing überraschte erst vor kurzem seine Aktionäre mit einer deutlich höheren Quartalsdividende. Mit einem Anstieg von 20 Prozent auf 1,17 Dollar je Aktie übertraf der Flugzeugbauer sogar die Erwartungen der Analysten. Hinzukommt das 18 Milliarden Dollar schwere Aktienrückkaufprogramm, welches ebenfalls für Begeisterung sorgte. Analysten von JPMorgan erhöhten zudem ihr Kursziel von 300 auf 325 Dollar, nachdem die Aktie zuletzt ein Rekordhoch von 292 Dollar erreicht hatte.
Konkurrent Airbus überzeugt ebenfalls mit einem starken Börsenjahr. Über 30 Prozent konnte die Aktie im Laufe des Jahres zulegen. Im frühen Handel geriet die Aktie aber leicht unter Druck.
Investierte Anleger beider Flugzeugbauer sollten auf jeden Fall dabeibleiben. Der weltweit wachsende Flugverkehr sowie volle Auftragsbücher könnten beider Unternehmen in Zukunft weitere Aufwärtsbewegungen liefern. Die Stoppkurse sollten bei Boeing auf 194,00 Euro und bei Airbus auf 68,00 Euro nachgezogen werden.

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