27.05.2015 Maximilian Steppan

KUKA-Aktie: Sollten Anleger Gewinne mitnehmen?

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DAX

Zur Halbzeit des Handelstages zählt die KUKA-Aktie mit einem Plus von mehr als einem Prozent zu den stärksten Werten im MDAX. Ein positiver Analystenkommentar hat dem MDAX-Titel zu neuem Schwung verholfen.

James Settler von der britischen Investmentbank Barclays hat die Einstufung für KUKA auf "Overweight" mit einem Kursziel von 78 Euro belassen. Analyst James Stettler untersuchte in einer Branchenstudie vom Mittwoch den Wettbewerb für europäische Investitonsgüterunternehmen durch japanische Firmen. Weil sich der japanische Markt strukturell abschwäche, hätten sich Japans Industriekonzerne Umsatzwachstum in den Überseemärkten vorgenommen. In der Robotertechnik seien Japaner weltweit sehr stark. Gleichwohl sei der Preisdruck für europäische Hersteller wie Kuka nicht so hoch wie gedacht, denn japanische Firmen fokussierten sich mehr auf Margensteigerung und weniger auf den Ausbau von Marktanteilen.

Insgesamt covern 29 Experten die Anteilsscheine des Roboterspezialisten aus Augsburg. Nur vier Analysten raten zum Kauf, bei zehn Halte- und 15 Verkaufsratings. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 63,43 Euro daher auch unter dem Kursniveau. Das höchste Kursziel hat Carsten Kunold von der Oddo Seydler Bank mit 80 Euro.

Schon gestern wurde bekannt, dass Morgan Stanley die Meldeschwelle von fünf Prozent am 20. Mai überschritten hatte. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 5,35 Prozent.

Dabeibleiben

DER AKTIONÄR sieht das Kurspotenzial bei der KUKA-Aktie noch nicht ausgereizt, zumal das KGV 2016 dann auf 21 sinkt. Das Kursziel liegt bei 85 Euro. Zuletzt wurde mit dem Sprung über die 90-Tage-Linie ein Kaufsignal markiert. Neueinsteiger können bei einem Rücksetzer zugreifen.

(mit Material von dpa-AFX)

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