24.11.2015 Marion Schlegel

K+S-Aktie: Erst Abstufung und jetzt das

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Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S muss einen Teil seiner Herstellung ab Dezember unter Umständen drosseln. "Die Kaliproduktion in Hessen und Thüringen ist in Abhängigkeit von der Wasserführung der Werra in wenigen Tagen möglicherweise nur noch eingeschränkt gewährleistet, sagt Ralf Diekmann, Geschäftsführer der K+S Kali GmbH laut einer Unternehmensmitteilung von Montag. Hintergrund ist, dass die Bearbeitung des sogenannten Versenkantrages durch die Behörde über den 30. November hinaus andauern wird. Daher steht K+S für die Entsorgung von Salzabwässern ab Dezember 2015 zunächst nur der Entsorgungsweg der Einleitung in die Werra zur Verfügung. Bisher kann dafür auch die Versenkung im Boden genutzt werden.

Die Genehmigungsbehörde prüfe die Möglichkeit einer Übergangsregelung bis zur endgültigen Entscheidung, hieß es in der Mitteilung weiter. "Mit Blick auf die ausstehende Entscheidung über den Versenkantrag kommt der zu prüfenden Übergangsregelung eine entscheidende Bedeutung bei der Fortführung der Kaliproduktion zu." Sie ersetze aber nicht die beantragte Versenkung bis zum Jahr 2021, da K+S auf diesen Entsorgungsweg bis zur Fertigstellung der Ergänzungsfernleitung an die Oberweser nicht verzichten könne.

Experten raten zum Verkauf

Zuletzt hatte eine Abstufung der Experten des Schweizer Bankhauses Credit Suisse die Aktien von K+S belastet. Analyst Chris Counihan signalisiert mit seiner Einstufung "Underperform" nun eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung. Sein Kursziel kürzte er auf 22 Euro und liegt damit um gut acht Prozent unter dem aktuellen Xetra-Niveau. Angebot und Nachfrage am Kali-Markt sieht er kurz- und mittelfristig skeptisch und senkte daher seine operativen Gewinnprognosen um 11 Prozent.

DER AKTIONÄR empfiehlt investieren Anlegern weiterhin, ihre Position mit einem Stopp bei 19,00 Euro nach unten abzusichern.

(Mit Material von dpa-AFX)