Kommt die „Bombe“? Nvidia und AMD bald überflüssig für Bitcoin und Co?

Kommt die „Bombe“? Nvidia und AMD bald überflüssig für Bitcoin und Co?
Foto: Börsenmedien AG
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05.10.2017, 10:38 ‧ Marco Bernegg

Klare Profiteure vom Hype um Bitcoin, Ethereum und Co sind Grafikkarten-Hersteller Nvidia und AMD. Mit ihren GPUs ist es möglich, durch Validierung von Transaktionen Coins zu verdienen. Barclays Analyst Blayne Curtis zufolge könnte ein Update des Ethereum-Netzwerkes jedoch zum Problem werden.

Goldgrube Krypto-Mining

Ethereum ist hinter dem Bitcoin die unangefochtene Nummer zwei der Kryptowährungen, was Beliebtheit und Marktkapitalisierung angeht. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die digitale Währung über 2.000 Prozent zulegen. Davon profitierten auch GPU-Hersteller Nvidia und AMD. Denn nicht nur Bitcoin kann mit deren Hardware „geschürft“ werden, sondern auch Ethereum und andere Kryptowährungen. Es stellte sich als sehr lukratives Geschäft heraus mit Grafikkarten von Nvidia und AMD Mining zu betreiben, welches bereits in einem älteren Artikel näher erläutert wurde. Dementsprechend waren diese Produkte auch Mangelware und wurden teilweise zu völlig überzogenen Preisen angeboten.

Barclays Analyst warnt

Nun besteht die Gefahr, dass die Nachfrage nach diesen Grafikkarten schnell wieder fallen könnte. Barclays Analyst Curtis warnt vor dem kommenden Update des Ethereum-Netzwerkes. Um Coins durch Mining verdienen zu können, mussten bisher mithilfe der Hardware von Nvidia bzw. AMD komplizierte kryptografische Aufgaben gelöst werden. Hierdurch wurden Transaktionen bestätigt und in die Blockchain übertragen. Das sogenannte Proof-Of-Work soll aber in Zukunft durch das Proof-Of-Stake-System ersetzt werden. Dies würde den Nutzen von GPUs drastisch verringern, da der Nutzer nun – einfach gesagt - durch bereitstellen der eigenen Coins Zinsen gutgeschrieben bekommt und nicht mehr die teure Hardware braucht. Nvidia erlöste allein durch Krypto-Mining im letzten Quartal 150 Millionen Dollar mehr Umsatz, was sieben Prozent des Gesamtumsatzes sein. Bei AMD wird sogar ein noch größerer Anteil vermutet.

Quelle: Börsenmedien AG

Keine Panik!

Für Anleger gibt es aber vorerst keinen Grund zur Sorge. Das Update des Ethereum-Netzwerkes wurde nach hinten verschoben und wird frühestens Ende 2018 erwartet. Die Nachfrage nach den Grafikkarten von Nvidia und AMD sollte also weiterhin hoch bleiben.

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