Black Friday Rabattcode: BLACK21
Foto: Börsenmedien AG
09.02.2016 Sebastian Schinhammer

Kehraus! Rocket Internet schreibt die nächsten Beteiligungen ab

-%
DAX

Rocket Internet nimmt den traditionellen Kehraus des Faschings recht wörtlich: Es wird im Portfolio kräftig durchgewischt. Erst vor Kurzem hat sich das Unternehmen von Lieferdiensten in Südeuropa und Südamerika getrennt. Wie Tech in Asia berichtet, soll auch der indische Ableger von Foodpanda wackeln. Und die E-Commerce Plattform Jabong, eine Art indisches Zalando, soll ebenfalls abgestoßen werden.

Bei der weiteren Straffung soll nun auch Tripda zum Opfer fallen, an dem Rocket Internet mit 64 Prozent beteiligt war. Das Start-up war 2014 gegründet worden und in Brasilien an der Start gegangen. Die Plattform vermittelt Fahrten zwischen Privatpersonen, indem Fahrten angeboten und Mitfahrer gesucht werden – ähnlich wie das erfolgreiche Blablacar. Im Nachgang kann der Fahrer von den Mitfahrern bewertet werden. 

Zwar kam eine erste Finanzierungsrunde für Tripda mit rund elf Millionen Dollar zustande, die Rocket Internet und ein New Yorker Investor stemmten, doch war die nächste Finanzierungsrunde offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt, wie Tech in Asia schrieb. Einige Mitarbeiter sollen künftig in anderen Start-ups aus dem Hause Rocket Internet arbeiten.

Abwarten

Da momentan das Börsenumfeld sehr unruhig ist, muss von einem Kauf momentan abgeraten werden. Die Aktie bewegt sich zudem nur knapp über dem Allzeit-Tief von 17,93 Euro. Momentan nur etwas für Zocker.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.
Rocket Internet - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8