Die Aktie von GEA Group kann zum Start in den letzten Handelstag der Börsenwoche deutlich zulegen. Denn die britische Großbank Barclays sieht die Aktie des Anlagenbauers positiver und hat ihre Einstufung von "Equal Weight" auf "Overweight" angehoben. Auch das Kursziel wurde deutlich erhöht: von 70,00 auf 78,00 Euro.
Die Analysten begründen ihre positivere Einschätzung vor allem mit zwei Punkten: Erstens gilt GEA als besonders solides, qualitativ hochwertiges Unternehmen – das macht die Aktie gerade jetzt interessant, weil viele Anleger angesichts der Nervosität rund um KI-Aktien nach Alternativen abseits dieses Themas suchen. Zweitens ist die Aktie im Vergleich zur Konkurrenz noch relativ günstig bewertet.
Ein wichtiger Pluspunkt für GEA ist das Servicegeschäft (etwa Wartung und Ersatzteile), das rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht – deutlich mehr als der Branchenschnitt von etwa 30 Prozent. Dieses Geschäft gilt als besonders stabil und margenstark.
Um vorherzusagen, wie sich die Aufträge bei GEA entwickeln, schauen die Analysten nicht in erster Linie auf die verkauften Mengen der Kunden, sondern darauf, wie viel die Wettbewerber von GEA investieren. Diese Investitionen deuten für 2027 weiterhin auf Wachstum hin – ein gutes Zeichen für GEA.
Gute Aussichten
Auch wenn die Lebensmittel- und Getränkebranche insgesamt schwächelt, erwartet Barclays keine großen negativen Auswirkungen auf GEA, da beide Bereiche in der Vergangenheit nur locker zusammenhingen. Besonders gut entwickelt sich dagegen das Molkereigeschäft, unterstützt durch den Trend zu proteinreicher Ernährung. GEA hatte seine Gewinnmarge-Prognose für 2026 zuletzt angehoben – auf einen Wert, der bereits am unteren Ende des eigentlichen langfristigen Ziels für 2030 liegt. Das erhöht laut Barclays die Chance, dass GEA sein 2030er-Ziel künftig noch weiter anheben könnte.
Für die kommenden Jahre erwartet Barclays folgende Gewinne je Aktie: 3,31 Euro für 2026, 3,76 Euro für 2027 und 4,09 Euro für 2028 – jeweils etwas über den Schätzungen anderer Analysten. Als Risikofaktoren für das Kursziel nennt Barclays unter anderem: eine unsichere Wirtschaftslage, deutlich steigende Zinsen (die Kunden von Investitionen abhalten könnten), schwächelnde Mengen im Lebensmittel- und Getränkebereich, ein langsameres Wachstum im Servicegeschäft sowie mögliche Probleme bei der Einführung neuer Unternehmenssoftware oder Kostenüberschreitungen bei Projekten.
Auch DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine der GEA Group weiterhin zuversichtlich gestimmt. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 51,00 Euro belassen werden.
Heute, 10:27
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