20.08.2013 Thomas Brummer

IVG Immobilien: Schutzschirmverfahren als letzter Strohhalm

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Das ehemalige SDAX-Unternehmen IVG Immobilien ist weiterhin existenziell bedroht. Die Konzernleitung greift jetzt zum allerletzten Mittel, in der Hoffnung das Ruder wieder herumzureißen.

Die Lage bei IVG Immobilien spitzt sich weiter zu. Der Immobilienkonzern hat sich nicht mit seinen Gläubigern nicht auf ein Sanierungskonzept einigen können. Deswegen beantragt IVG nun ein sogenanntes Schutzschirmverfahren - eine relativ neue Variante im Insolvenzrecht, mit der die Sanierung in Eigenregie ermöglicht werden soll. Laut Unternehmensangaben wird der Vorstand einen entsprechenden Antrag am beim Amtsgericht stellen. Der Antrag gelte ausschließlich für die Muttergesellschaft. Sämtliche Tochtergesellschaften sollen dagegen unberührt bleiben.

Das Unternehmen sah sich zu diesem Schritt veranlasst, weil ein Fortbestehen der IVG sonst nicht gewährleistet sei. Zuvor sei mit den Gläubigern über ein vom Vorstand vorlegtes Restrukturierungskonzept keine Einigung erzielt worden.  Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand - nach intensiver Diskussion mit dem Aufsichtsrat - zu dem Ergebnis gekommen, dass die positive Fortbestehensprognose für die IVG nicht aufrecht erhalten werden kann.

Finger weg

DER AKTIONÄR rät weiterhin von der Aktie ab, denn die Zukunft des Konzerns ist höchst ungewiss.

(Mit Material von dpa-AFX)