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29.09.2021 Andreas Deutsch

Infineon ohne Power, Airbus taucht auf – DAX dank Schnäppchenjägern im Plus

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DAX

Der kräftige Kursrücksetzer vom Vortag hat bei den DAX-Werten die Schnäppchenjäger wieder auf den Plan gerufen. Der Leitindex gewann am Mittwoch 0,8 Prozent auf 15.365 Punkte, konnte damit aber nur einen kleineren Teil seiner zweiprozentigen Vortagsverluste wieder aufholen. Wie es weiter geht, ist umstritten.

„Der deutsche Aktienindex kann sich auch bei größeren Schwächeanfällen auf eine Käufergruppe verlassen, die ihn schon in den Vormonaten mehrfach wieder aufgefangen hat", sagte Börsenstatistiker Andreas Büchler von Index Radar. Solange dieser Effekt anhalte, hätten Anleger nur wenig zu befürchten.

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets hält die Zitterpartie aber längst noch nicht für ausgestanden. Nach seiner Sichtweise haben sich die Kurse, zu denen Schnäppchenjäger wieder zum Zugreifen bereit sind, in den vergangenen zwei Wochen deutlich nach unten verschoben. Bei steigenden Kursen dagegen sei die Zurückhaltung der Anleger immer deutlicher zu spüren.

Nach der jüngsten Flucht der Investoren aus Corona-Gewinnerbranchen ging es zur Wochenmitte bei einigen Werten wieder ein Stück weit in die Gegenrichtung: Mit Qiagen, Sartorius und Merck erholten sich einige Aktien aus den Bereichen Pharma, Diagnostik oder Labortechnik im DAX-Mittelfeld um bis zu 0,7 Prozent.

DAX (WKN: 846900)

Bei Chipwerten, die am Vortag auch besonders stark unter Druck geraten waren, bremste der durchwachsene Ausblick des US-Halbleiterherstellers Micron eine Kurserholung aus. Die bis zum Nachmittag noch freundlichen Papiere von Infineon waren am Ende sogar mit knapp einem halben Prozent ins Minus abgetaucht.

Mit plus 3,3 Prozent avancierte der Dax-Neuling Airbus zum Spitzenreiter. Bei dem Flugzeugbauer half ein positives Votum der Analysten von Bernstein Research. Für den globalen Reiseverkehr stehe die Wende wohl endlich bevor, so Analyst Douglas Harned.

(dpa-AFX)

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