Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
13.09.2016 Michel Doepke

Infineon-Konkurrenz: Renesas und Intersil mit Milliarden-Deal

-%
Infineon
Trendthema

Die Übernahme-Schlacht in der Halbleiterbranche geht weiter: Die japanische Firma Renesas Electronics verkündet die Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Intersil. In den vergangenen Monaten sorgten bereits einige große Übernahmen für Fantasie in der Halbleiterbranche. Rückt Infineon erneut in den Übernahme-Fokus?

Milliarden-Offerten

Durch mehrere Milliarden-Übernahmen in den vergangenen Monaten reagieren die Branchen-Riesen auf den dauerhaft hohen Preisdruck auf dem Halbleiter-Markt. Renesas, der drittgrößte Halbleiter-Konzern weltweit (Quelle: Marktforscher Gartner), greift tief in die Tasche und lässt sich die Übernahme von Intersil rund 3,2 Milliarden Dollar kosten. Bis Juni 2017 soll die Fusion abgewickelt werden. Zuletzt veröffentlichte auch die japanische Firma Softbank eine Milliarden-Offerte für den britischen Chipdesigner ARM Holdings.

Ende Juli erfolgte ein weiterer Paukenschlag, da Analog Devices bei Linear Technology zuschlug. Immerhin 14,8 Milliarden Dollar legte der US-Halbleiterhersteller für die kalifornische Tech-Firma auf den Tisch. Kein Wunder also, dass auch Infineon des Öfteren als Übernahmekandidat gehandelt wird. Der DAX-Konzern ist solide aufgestellt und punktet mit weltweiten Partnern und Kooperationen, wie zum Beispiel mit der Google-Mutter Alphabet. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung von Infineon 16,6 Milliarden Euro – zudem sind die Papiere mit einem KGV von 19 für das kommende Jahr 2017 attraktiv bewertet.

Rücksetzer zum Kauf nutzen

Infolge des schwachen Gesamtmarktes korrigiert die Infineon-Aktie nach dem markierten Mehrjahreshoch im August. DER AKTIONÄR bleibt optimistisch für den deutschen Halbleiterhersteller. Rücksetzer in Richtung der 200-Tage-Linie sollten zum Kauf genutzt werden. Bereits investierte Anleger lassen die Gewinne laufen.


Gibt es in Zukunft noch Banken?

Autor: Brett King
ISBN: 9783864702389
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 04.12.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

"Disruption" ist der Begriff der Stunde. Neue Technologien krempeln altbewährte Geschäftsmodelle um und lassen Marktführer zu Verlierern werden. So geschehen in der Musikindustrie, bei Büchern und vielem mehr. Kommen jetzt die Banken dran? Bestsellerautor Brett King untersucht, welche Veränderungen auf den Bankensektor zukommen. Seiner Meinung nach wird dieser "in den nächsten zehn Jahren mehr Veränderung sehen als in den letzten hundert." Ob Cloud-Lending, Neo-Banks, FinTech oder Social Banking: King untersucht die Trends und Möglichkeiten und identifiziert Gewinner, Verlierer und Perspektiven.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0