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25.02.2020 Marion Schlegel

Immobilienboom-Profiteur Corestate Capital mit Kursplus nach Zahlen: Nach 34 Prozent Kursgewinn – geht da noch mehr?

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Corestate Capital
Trendthema

Der Immobilienverwalter Corestate Capital will auch 2020 vom Immobilienboom profitieren. Angesichts eines vielversprechenden Jahresauftakts dürfte der Umsatz auf 325 bis 335 Millionen Euro wachsen, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll auf 180 bis 190 Millionen Euro steigen und unter dem Strich sollen bereinigt 145 bis 155 Millionen Euro hängen bleiben.

Unternehmenschef Lars Schnidrig nimmt sich damit beim EBITDA ein Plus von mindestens 2,9 Prozent und beim bereinigten Ergebnis einen Anstieg um mindestens 10,7 Prozent vor. Beide Werte waren 2019 leicht gefallen auf rund 175 Millionen Euro beziehungsweise auf etwa 131 Millionen Euro. Allerdings hatte das Unternehmen im Jahr davor von positiven Einmaleffekten im Zuge von Immobilienverkäufen profitiert.

Corestate Capital (WKN: A141J3)

Der Umsatz stieg 2019 um knapp vier Prozent auf rund 303 Millionen Euro. Die Dividende soll nun auf 2,60 Euro je Aktie steigen nach 2,50 Euro im Vorjahr. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von durchwachsenen Resultaten. Die Gewinne und die Dividende lägen ein wenig unter den durchschnittlichen Markterwartungen, sagte der Börsianer. Der Ausblick für 2020 sei indes ein wenig optimistischer als gedacht.

Für die Aktien zeichneten sich am Morgen ein deutliches Plus ab. Mehr als zwei Prozent geht es im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs am Montag nach oben. Allein im bisherigen Jahresverlauf hatte die Papiere in der Spitze fast ein Fünftel an Wert gewonnen, bevor der Kurs im Sog der Coronavirus-Krise ein wenig abgebröckelt war.

Corestate war im Oktober unter Druck geraten, nachdem eine Leerverkaufsposition des kalifornische Hedgefonds Muddy Waters öffentlich geworden war. Der Aktienkurs von Corestate sackte damals unter die Marke von 26 Euro ab, erholte sich aber rasch und machte die Verluste bis Ende Dezember wett.

DER AKTIONÄR nutzte die die Korrektur bei Corestate im Oktober vergangenen Jahres zum Einstieg. Mittlerweile notiert die Aktie gut 34 Prozent höher. Anleger lassen die Gewinne mit einem auf 38,00 Euro nachgezogenen Stopp laufen. Nicht zu verachten ist zudem die hohe Dividendenrendite von derzeit 6,2 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)