Die Aktie von Hensoldt war am Morgen stark in die neue Woche gestartet. Beflügelt wurde das Papier von einer neuen Kaufempfehlung aus dem Hause Warburg Research. Zuletzt musste die Aktie allerdings den Großteil der Gewinne wieder abgeben. Am Freitag war die Aktie nach einer Kooperationsmeldung und beflügelt vom Start der Münchner Sicherheitskonferenz bereits einer der stärksten Werte im MDAX.
Hensoldt und Helsing bündeln ihre Kräfte: Die beiden deutschen Rüstungsunternehmen haben eine strategische Kooperation zur Weiterentwicklung moderner Verteidigungstechnologien beschlossen, wie am Freitag bekannt wurde. Im Fokus steht zunächst das KI-basierte autonome Kampfflugzeug CA-1 Europa von Helsing. Künftig soll die Drohne mit Sensortechnik von Hensoldt ausgerüstet werden – darunter Radar- und Optroniksysteme, Lösungen zur elektronischen Kampfführung sowie Selbstschutztechnologien.
Parallel treiben Hensoldt und Helsing gemeinsam mit dem norwegischen Konzern Kongsberg den Aufbau einer europäischen Satellitenkonstellation voran. Bis 2029 soll ein System für Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung entstehen.
Hensoldt-Chef Oliver Dörre sieht die Zukunft moderner Verteidigung in der intelligenten Vernetzung von Sensorik und Künstlicher Intelligenz. Helsing-Mitgründer Gundbert Scherf versteht die CA-1 als Beitrag zu einer belastbaren europäischen Abschreckung und betont die Bedeutung eigener Rüstungsproduktion für militärische Handlungsfähigkeit.
Warburg Research hat das Kursziel für Hensoldt im Vorfeld der bevorstehenden Jahreszahlen, die am 26. Februar veröffentlicht werden sollen, von 86 auf 91 Euro erhöht und die Aktie nach dem jüngsten Kursrückgang von „Halten“ auf „Kaufen“ heraufgestuft. Analyst Christian Cohrs rechnet für 2025 mit einem überzeugenden Jahresabschluss in beiden Sparten sowie mit einer kräftigen Belebung beim Auftragseingang. Das abgelaufene Jahr betrachtet er vor allem als Phase der Vorbereitung auf den erwarteten Aufschwung in der Verteidigungsbranche.
Das Umfeld für Rüstungswerte bleibt insgesamt weiter gut. Hensoldt ist allerdings derzeit keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR. Die Favoriten bleiben hier Rheinmetall und Renk. Wer breit gestreut in der Rüstungsbranche investieren will, kann auf den European Defence Index setzen, in dem 20 Top-Werte aus Europa, unter anderem auch Hensoldt, vertreten sind. Mehr Informationen zum Index finden Sie hier.
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Heute, 09:35