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18.07.2019 Michael Schröder

HeidelbergerDruck: Die nächste Gewinnwarnung - DER AKTIONÄR sagt, wer sonst noch "warnen" könnte

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Heidelberger Druck

Heidelberger Druck hat nach einem schwachen ersten Geschäftsquartal seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Der Druckmaschinenhersteller leidet wie viele anderen deutsche Industriekonzerne an der steigenden Zurückhaltung der Kunden, die ihre Neuanschaffungen von Maschinen aufgrund der konjunkturellen Eintrübung vorerst zurückhalten.

Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal (1. April bis 30. Juni) des Geschäftsjahres 2019/20 stand insbesondere zum Ende der Berichtsperiode unter dem Einfluss der zunehmenden Investitionszurückhaltung und entsprechenden Umsatzverschiebung aufgrund der konjunkturellen Eintrübung, heißt es aus der Konzernzentrale.

Der Umsatz sank daher um 7,2 Prozent auf 502 Millionen Euro. Der Auftragseingang sackte um 7,5 Prozent auf 615 Millionen Euro ab. Das bereinigte EBITDA fiel um fast ein Drittel auf 14 Millionen Euro.

Folge: Die um das Restrukturierungsergebnis bereinigte EBITDA-Zielmarge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird 2019/20 bei 6,5 bis 7,0 Prozent liegen. Bisher waren hier 7,5 bis 8,0 Prozent angepeilt worden.

Rainer Hundsdörfer, Vorstand Heidelberger Druckmaschinen

Nach Steuern wird ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Im Juni hatte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer hier noch ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau von 21 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Doch mittlerweile steht nach dem ersten Quartal eine Verlustverdoppelung auf 31 Millionen Euro zu Buche.

Beim Umsatz rechnet der Konzern aber weiter mit dem Erreichen des Vorjahresniveaus. „Der steigende Anteil des wiederkehrenden Vertragsgeschäfts wird sich zunehmend stabilisierend auf unseren Gesamtumsatz auswirken“, so Hundsdörfer. Der Ergebnisbelastung will er mit kurzfristig wirkenden Maßnahmen sowie auch nachhaltigen Strukturverbesserungen begegnen. So sollen geplante Investitionen überprüft, die Kostendisziplin deutlich erhöht und die Arbeitszeitflexibilität kurzfristig erhöht werden.

Heidelberger Druck (WKN: 731400)

Der Konzern war im vergangenen Geschäftsjahr nach einer längeren Durststrecke wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Nach einer intensiven Restrukturierung setzen die Heidelberger nun vermehrt auf den Verpackungs- und Digitaldruck. Zudem wird das Geschäft mit Dienstleistungen ausgebaut. Die Talfahrt des Traditionskonzerns setzt sich dennoch ungebrochen fort. Anleger sollten angesichts der unsicheren und von roten Zahlen geprägten Entwicklung weiter vorerst an der Seitenlinie bleiben.

In der aktuellen Ausgabe (Nr. 30/2019) stellt die AKTIONÄR-Redaktion weitere Unternehmen vor, die ihre Prgnosen in Kürze anpassen könnten. Die aktuelle Ausgabe kann hier bequem heruntergeladen werden.

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(Mit Material von dpa-AFX)