06.02.2019 Markus Bußler

Gold: Kursziel 2.000 Dollar! Teil 1: Peak Gold

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Gold
Trendthema

Gold bei 2.000 Dollar – im Jahr 2011 waren sich nahezu alle Analysten und Investoren einig, dass dies nur eine Frage von Wochen sei. Doch es kam anders: Gold toppte bei 1.921 Dollar und verlor anschließend rund 40 Prozent an Wert. Heute scheint Gold bei 2.000 Dollar weit, weit entfernt zu sein. Zu Unrecht. Die Chancen, dass Gold die 2.000 Dollar in den kommenden Jahren knackt, stehen gut.

Einer der entscheidenden Preisfaktoren dürfte sicherlich sein, dass die Goldproduktion in den kommenden Jahren fällt. Peak Gold bezeichnet den Höhepunkt der Goldproduktion. Der Begriff wird häufig verwendet, ist aber wohl zu spekulativ. Ob die Goldproduktion in diesem Jahr, im kommenden oder 2021 toppt, wird man erst im Nachhinein sicher sagen können. Daher ist diese Diskussion akademisch und spielt für den langfristigen Preistrend nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist: Dass der Höhepunkt der Goldproduktion bevorsteht, scheint sicher.

Der Grund liegt in den bescheidenen Explorationserfolgen der vergangenen Jahre. In den vergangenen 15 Jahren wurden kaum noch wirklich bedeutende neue Goldvorkommen entdeckt. Und das ist umso erstaunlicher, da gerade in den Jahren 2005 bis 2011, als die Gold-Hausse in vollem Gange war, Milliarden in die Erforschung neuer Projekte investiert wurde. Doch Erfolge blieben Mangelware. Tatsächlich liegen die großen Funde lange in der Vergangenheit. Genauer gesagt Mitte der 1990er Jahre. Seitdem sinken die Funde.

Interessant ist das deshalb, weil es etwa 10 bis 15 Jahre dauert, bis aus einer Entdeckung auch wirklich eine produzierende Mine entsteht. Dazwischen liegt ein Zeitraum, der von Studien und Genehmigungsverfahren geprägt ist. Sprich, die Vorkommen, die Mitte der 1990er Jahre entdeckt wurden, sind mittlerweile in Produktion, einige ältere nähern sich sogar schon ihrem Lebensende.

Natürlich wird der eine oder andere einwenden: Gold wird nicht im klassischen Sinne verbraucht. Das stimmt, die Industrieproduktion liegt bei etwa zehn Prozent. Auch wenn sie laut World Gold Council im vergangenen Jahr leicht gestiegen ist, existiert damit der Großteil des jemals geförderten Goldes noch. Doch das ist etwas, was schon seit Jahrhunderten gilt. Anleger sollten nicht übersehen, dass viel Gold in festen Händen ist. Dazu ist der größte Abnehmer die Schmuckindustrie. Und auch dieses Gold schlummert oft Jahrzehnte in Schatullen. Dazu sind Zentralbanken wieder aktiv auf der Käuferseite und haben im vergangenen Jahr so viel Gold gekauft wie in den vergangenen 50 Jahren nicht mehr. Auch dieses Gold dürfte für Jahre, wenn nicht für Jahrzehnte dem Markt entzogen sein. Die Minenproduktion ist der wichtigste Bestandteil der Versorgung des Weltmarktes mit Gold. Fällt sie, fällt auch das Angebot. Und das dürfte langfristig für – deutlich – steigende Preise sorgen. Und aus diesem Blickwinkel ist die 2.000-Dollar-Marke eher eine Zwischenstation als Endstation.

Langfristig orientierte Anleger ergreifen bei Gold die Chance, die sich aktuell bietet. Auf Sicht der kommenden Jahre sind vor allem bei Goldminenaktien mehrere 100 Prozent Gewinn möglich. Testen Sie jetzt Goldfolio, den Börsenbrief für Gold- und Silberminenaktien, und positionieren Sie sich für den wahrscheinlichen Anstieg der nächsten Jahre. Alle Details unter: www.goldfolio.de