Der Best of Gold Miners Index des AKTIONÄR pendelt derzeit weiterhin seitwärts. Denn aktuell belasten ein kräftiger US-Dollar und höhere Zinsen den Goldpreis. Seit Anfang September hat sich die Feinunze um sieben Prozent auf etwa 4.100 Dollar verbilligt, wie Zahlen des Finanzdienstleisters LSEG zeigen.
Ohne die anhaltenden Käufe der Zentralbanken wäre der Preis womöglich noch stärker gesunken. Laut dem World Gold Council erwarben die Notenbanken im August per saldo 39 Tonnen Gold. Für die ersten acht Monate des Jahres ergibt sich damit ein gemeldeter Nettozuwachs von insgesamt 170 Tonnen.
Größter Käufer war wieder einmal China: Das Land stockte seine Bestände im August um 20 Tonnen auf. Usbekistan und Polen folgten mit jeweils acht Tonnen. „Die Zentralbanknachfrage bleibt damit ein wichtiger langfristiger Stützungsfaktor für den Goldpreis“, erklärt Analyst Markus Blaschzok vom Edelmetallhändler Solit Group.
Mit Goldkäufen wollen Zentralbanken ihre Reserven breiter aufstellen und ihre Abhängigkeit vom US-Dollar sowie anderen westlichen Währungen reduzieren. Das Tempo habe sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, sagt Blaschzok: „In den vergangenen vier Jahren kauften die Notenbanken im Durchschnitt rund 1000 Tonnen Gold pro Jahr und damit etwa doppelt so viel wie im Durchschnitt des vorherigen Jahrzehnts“
Auch börsengehandelte Goldfonds verzeichneten zuletzt kräftige Zuflüsse. Nach Angaben des World Gold Council investierten Anleger im September weltweit zehn Milliarden Dollar in entsprechende ETFs. Für das dritte Quartal summierte sich der Mittelzufluss auf einen Rekordwert von 31 Milliarden Dollar. Besonders groß war das Interesse in Europa und Nordamerika.
Die Nachfrage von Notenbanken und ETF-Anlegern federt den Preisrückgang ab, konnte ihn bislang aber nicht umkehren. Vom im Januar erreichten Höchststand ist Gold in US-Dollar gerechnet inzwischen um mehr als 25 Prozent gefallen.
Auch wenn vom Goldmarkt aktuell wenig Impulse kommen, sollte man sich vor Augen halten, dass Goldpreise von mehr als 4.000 Dollar je Feinunze für Produzenten wie etwa Agnico Eagle Mines, Barrick oder Kinross praktisch eine Lizenz zum Gelddrucken sind. Die Aussichten für diese Firmen sowie den Best of Gold Miners Index sind daher nach wie vor sehr gut. Das Indexzertifikat mit der WKN ist deshalb weiterhin eine attraktive Depotbeinmischung.
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