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16.06.2020 Markus Bußler

Gold: Auf Schnäppchenjagd

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Gold

Der Goldpreis konnte gestern einen Großteil seiner Verluste, die während des Tages aufgelaufen waren, wieder abbauen. Doch zum Sprung in den positiven Bereich fehlte zumindest bei Gold selbst die Kraft. Anders sah das bei den Goldminenaktien aus. Diese drehten nach einem anfänglichen Minus von rund vier Prozent (gemessen am GDX) ins Plus. George Gero, Direktor bei RBC Wealth Management, ruft zur Schnäppchenjagd auf.

„Verkäufe haben Verkäufe ausgelöst“, sagt George Gero. Die starken Einbrüche bei Dow und Gold zu Handelsbeginn hätten zunächst Ängste vor einer zweiten Welle von Corona geschürt – und natürlich mit einem damit verbundenen erneuten Einbruch der Wirtschaft. Dies habe zu Angstverkäufen geführt. „Halten Sie nach Schnäppchenkäufen bei Gold Ausschau, sollte es weitere größere Rücksetzer geben“, rät Gero.

Dem ist wenig hinzuzufügen. Die Ankündigung der US-Notenbank Fed am gestrigen Abend, mit dem Kauf von Unternehmensanleihen beginnen zu wollen, zeigt, zu welchen Mitteln mittlerweile gegriffen wird, um die Wirtschaft mit Kapital zu versorgen. Man mag darüber diskutieren, wie lange es dauert, bis diese Kapitalflut dazu führt, dass Währungen entwertet werden. Aber es scheint aus heutiger Sicht tatsächlich nur eine Frage der Zeit zu sein.

Aktuell diskutieren Anleger darüber, ob sich die Märkte aufgrund der Kapitalflut in einem Crash-up Boom befinden oder an der Schwelle zu einem solchen. Dabei findet eine Flucht in Sachwerte wie Aktien, Immobilien oder auch Gold statt. Zwar fehlt aktuell noch die Inflation, die einem solchen Crack-up-Boom normalerweise auslöst. Doch die Gefahr, dass die Inflation in den kommenden Jahren deutlich anziehen wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Anleger, die diese Gefahr sehen, sollten also tatsächlich Rücksetzer nutzen, um ihre Position im Goldbereich auszubauen.

Rein aus charttechnischer Sicht hat sich wenig getan: Der Goldpreis konsolidiert. Die Marke von 1.671 Dollar bleibt die wichtigste erste Unterstützung. Im Idealfall fällt Gold nicht mehr unter dieses Juni-Tief und die Bullen beginnen in den kommenden zwei Wochen mit dem nächsten Anstieg, der – mit dem üblichen Auf und Ab – Gold im Spätherbst ein neues Allzeithoch bescheren sollte.

Gold (ISIN: XC0009655157)

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