04.04.2019 Markus Bußler

Gold: 3 Dinge, auf die Sie achten müssen

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Gold
Trendthema

Aktuell scheint Gold in eine Art Lethargie verfallen zu sein. Nach dem deutlichen Einbruch von vor einer Woche geht praktisch nichts mehr – weder für die Bullen noch für die Bären. Doch solche Phasen hat es in den vergangenen Monaten schon einige gegeben. Im Nachhinein war die Ruhe stets trügerisch gewesen. Gold bereitet den nächsten Ausbruch vor. Drei Dinge, auf die Anleger jetzt achten sollten.

Der US-Dollar: Viele Anleger glauben, dass eine negative Korrelation zwischen US-Dollar und Goldpreis in Stein gemeißelt ist. Das ist sie keineswegs. Es gab genügend Phasen in der Geschichte, in der der Dollar und der Goldpreis Hand-in-Hand gestiegen sind. Doch aktuell gibt es eine inverse Korrelation. Weniger zwischen dem Währungspaar Euro/Dollar und Gold als vielmehr zwischen den asiatischen Währungen und dem Dollar. Sprich: Steigt der Dollar gegenüber den asiatischen Währungen, allen voran gegen den japanischen Yen und den chinesischen Renminibi, dann geht der Goldpreis in die Knie, steigen die asiatischen Währungen gegen den Dollar, dann ist das positiv für Gold. Das mag damit zusammenhängen, dass Asien mittlerweile der mit Abstand größte Nachfrager auf dem Goldmarkt ist. Sicherlich wird auch diese Korrelation nicht ewig bestehen. Aber aktuell ist diese negative Korrelation vorhanden. Ein Peak beim US-Dollar sollte Gold beflügeln.

Die Minenaktien: Die Minenaktien präsentieren sich derzeit komplett richtungslos. Doch ihnen wird eine Vorreiterrolle nachgesagt. Nun sollte man auch hier etwas vorsichtig sein, da auch dieser Zusammenhang nicht immer gilt. Dennoch geben die Minenaktien ein gutes Indiz dafür, ob eine Bewegung bei Gold nachhaltig ist. Beispiel: Steigt Gold jetzt Richtung 1.375 Dollar und ziehen die Minen mit einem Hebel von 3 mit an, dann wäre dies ein deutlicher Fingerzeig, dass der Ausbruch gelingen kann. Steigen jedoch Minen nicht, oder kaum mit, dann sollten Anleger diesen Anstieg durchaus mit etwas Skepsis begleiten. Natürlich kann es aktuell sein, dass die Minen einen Ausbruch abwarten, da Gold schon mehrfach gescheitert ist. Dennoch: Die Minen sollten mit steigen, damit Anleger ein höheres Vertrauen in einen Anstieg haben können.

Der Chart: Es gibt einen Satz, der stimmt wie kein zweiter in der Finanzwelt: Der Chart lügt nicht. Fundamentaldaten können Sie in die Irre führen. Doch der Chart spiegelt stets die Situation wider, in der sich Gold gerade befindet. Und das ist eine Konsolidierung. Aktuell befindet sich Gold in einer Tradingrange zwischen 1.280/1.273 Dollar auf der Unterseite und 1.320 Dollar auf der Oberseite. Bricht Gold über 1.320 Dollar aus, würde die kurzfristige Zeitebene wieder bullish, bei einem Rutsch unter 1.273 Dollar würde sie bearish mit Ziel 1.240/1.250 Dollar. Übergeordnet: Ein Ausbruch über 1.375 Dollar würde das Blatt deutlich zugunsten der Bullen wenden. Und das dürfte auch wieder jede Menge des Big Moneys anlocken.