Jetzt von der US-Wahl profitieren - das sind die Aktien, die Sie haben sollten!
21.01.2015 Michael Schröder

Gerüchteküche brodelt: EZB pumpt dem Vernehmen nach monatlich 50 Milliarden Euro in die Märkte – DAX fährt Achterbahn

-%
DAX

Die Europäische Zentralbank (EZB) denkt Kreisen zufolge darüber nach, monatlich 50 Milliarden Euro an Zentralbankgeld in die Märkte zu pumpen. Dies sehe ein Vorschlag des EZB-Direktoriums vor, der dem geldpolitischen Rat vorgelegt werden solle, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf zwei mit dem Papier vertraute Personen.

Demnach sollen sich die Wertpapierkäufe, mit denen sich die EZB gegen die Wachstums- und Inflationsschwäche im Euroraum stemmen will, auf Staatsanleihen konzentrieren und nicht vor März beginnen. Die Käufe sollen bis Ende 2016 laufen.

Die geldpolitischen Entscheidungsträger treffen sich ab dem heutigen Mittwoch, um ihre Zinssitzung zu beginnen. Das Ergebnis des Treffens wird am Donnerstag bekanntgegeben. Viele Fachleute erwarten, dass Notenbankchef Mario Draghi ein umfassendes Wertpapierkaufprogramm verkünden wird. Mehr zu dem Thema gibt es hier.

Der DAX hat seine Achterbahnfahrt fortgesetzt. Aus dem Minus von 100 Punkten wurde nach der Meldung innerhalb von wenigen Minuten ein Plus. Die grünen Vorzeichen hatten aber nicht lange Bestand. Der Leitindex rutschte sofort wieder in die Verlustzone, um dann wieder kräftig hoch zu drehen. DER AKTIONÄR rät weiterhin, dieses Auf und Ab vorerst von der Seitenlinie zu betrachten.

Die Spekulationen über das breit angelegte Kaufprogramm von Staatsanleihen durch die EZB haben auch am Devisenmarkt zu heftigen Kursschwankungen geführt. Innerhalb weniger Minuten bewegte sich der Euro in einer Spanne von mehr als einem US-Cent und erreichte zeitweise ein Tageshoch bei 1,1679 Dollar. Am Nachmittag lag der Kurs bei 1,1587 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1593 Dollar festgesetzt.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0