20.12.2018 Maximilian Völkl

General Electric: Das war’s!

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GE
Trendthema

Die Berichte über den anstehenden Börsengang der Medizintechniksparte haben die Aktie von General Electric am Mittwoch beflügelt. Bis zu neun Prozent hat die angeschlagene Industrieikone daraufhin zwischenzeitlich zugelegt. Der Umbau nimmt somit Konturen an. DER AKTIONÄR verabschiedet sich deshalb aus der erfolgreichen Short-Position.

Mit der Abspaltung der Medizintechnik geht GE einen radikalen Schritt. Neben dem Luftfahrtgeschäft ist GE Healthcare eine von zwei Sparten, die den Krisenkonzern über Wasser halten. Allerdings will sich der Industriekonzern flexibler aufstellen, zudem wird Geld benötigt, um die angeschlagene Bilanz zu stärken und den Umbau erfolgreich zu gestalten.

Der neue Konzernchef Larry Culp setzt somit ein weiteres Zeichen. Aufgrund der schweren Krise bei GE ist ein hartes Durchgreifen aber auch unvermeidbar. Die Bilanztricksereien der vergangenen Jahre fallen dem Konzern zunehmend auf die Füße. Doch Culp dürfte dank seiner Erfahrung durchaus der richtige Mann sein, um den Worst-Case abzuwenden, die Insolvenz zu verhindern und dem schlingernden Industrieriesen wieder auf die Beine zu helfen.

Seitenlinie

GE greift durch und das ist richtig so. Auf dem aktuellen Niveau halten sich die Chancen aufgrund der niedrigen Bewertung und die Risiken wegen der schwachen Bilanz und der anhaltenden Kraftwerkskrise die Waage. Der Short mit der WKN MF4CNU wurde mit einem satten Gewinn von 86 Prozent ausgestoppt. Anleger sollten hier nun abwarten, denn für einen Einstieg auf der Long-Seite ist es nach wie vor zu früh.