31.07.2019 Maximilian Völkl

GE-Schock: Zurück in den roten Zahlen – droht jetzt der erneute Absturz?

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General Electric
Trendthema

Die Erholung des kriselnden Industriekonzerns General Electric ist im zweiten Quartal ins Stocken geraten. Unter dem Strich ist GE vor allem wegen der hohen Sonderkosten im Rahmen des Flugverbots für Boeings Flugzeugserie 737 Max in die roten Zahlen gerutscht. Doch Panik ist deshalb nicht angebracht.

Neben der Boeing-Krise brachte vor allem die anhaltende Schwäche im Kraftwerksgeschäft GE unter Druck. Unter dem Strich belief sich der Fehlbetrag auf 61 Millionen Dollar oder einem Cent je Aktie. Bereinigt stand allerdings ein Gewinn von 17 Cent je Aktie zu Buche – das waren fünf Cent mehr als erwartet. Der Umsatz ging zwar um ein Prozent auf 28,8 Milliarden Dollar zurück, lag aber ebenfalls über den Schätzungen der Analysten.

Cash Flow im Fokus

„Wir haben bei unseren strategischen Prioritäten stetige Fortschritte gemacht", zeigte sich GE-CEO Larry Culp zufrieden. Für das Gesamtjahr rechnet GE nun mit einem bereinigten Gewinn von 55 bis 65 Cent je Aktie – fünf Cent mehr als bislang. Auch beim Cash Flow zeigt man sich optimistischer. Die Spanne wurde von minus zwei Milliarden bis null auf minus eine Milliarde Dollar bis plus eine Milliarde angehoben.

Besonders die Generierung von Liquidität ist für GE wichtig. Hier ist die Industrieikone vor allem wegen der Krise im Kraftwerksgeschäft in den vergangenen Jahren deutlich unter Druck geraten. Im zweiten Quartal verbrannte GE im Industriegeschäft eine Milliarde Dollar – das lag am unteren Ende der eigenen Prognose.

General Electric (WKN: 851144)

GE steckt weiter im Umbau. Das Kraftwerksgeschäft bleibt das Sorgenkind – hier brach der Umsatz um ein Viertel ein. Dennoch ist GE auf dem aktuellen Niveau wieder spannend. Ziel muss es aber sein, nachhaltig schwarze Zahlen zu schreiben und den Cash Flow zu stabilisieren. Doch das Chance-Risiko-Verhältnis stimmt. Mutige Anleger nutzen den Rücksetzer und greifen zu.