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19.02.2015 Thorsten Küfner

Gazprom: „Wir überstehen die Krise!“

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Trotz der Herausforderungen wie den Sanktionen gegen Russland, den niedrigen Ölpreisen oder der Aversion internationaler Investoren gegenüber russischen Unternehmen bleibt das Gazprom-Management gelassen. Dies zeigt auch das jüngste Interview des staatlichen Fernsehsenders Rossiya 24 mit dem Finanzvorstands Andrey Kruglov.

Kruglov erklärte, dass Gazprom eine Art Stresstest durchgeführt habe. Erkenntnis sei demzufolge, dass der Konzern selbst Ölpreise (die sich über kurz oder lang in der Regel auch in niedrigeren Gaspreisen bemerkbar machen) von 40 „oder sogar 30 Dollar“ verkraften könne, ohne die geplanten Investitionspläne anpassen zu müssen. Seiner Ansicht nach liegt der „faire Ölpreis“ ohnehin weitaus höher, nämlich bei 80 Dollar. Der Rubelverfall sei für das Konzernergebnis sogar positiv zu werten, da viele Kosten in Rubel anfallen, während die Gaspreise im Ausland meist in US-Dollar festgesetzt werden.

Asiatische Märkte im Visier
In Bezug auf die Sanktionen betonte Kruglov, dass Gazprom selbst nur indirekt betroffen sei. Der Konzern kann sich aber weiterhin Kapital aus dem Ausland beschaffen. Diesbezüglich hat Gazprom nun vor allem die asiatischen Märkte im Visier. Der weltgrößte Erdgasproduzent strebt demnach ein Listing an der Börse in Hong Kong an (die Voraussetzungen hierfür wären größtenteils bereits geschaffen). Kruglov betonte zudem, Gazprom habe die "finanzielle Schlagkraft, um die Krise zu überstehen".

Stoppkurs nachziehen!
Dass sich ein Vorstand eines halbstaatlichen Konzerns in der derzeitigen Lage natürlich optimistisch zeigt, ist wenig verwunderlich. Dennoch kam die Meldung an den Märkten gut an, der Kurs konnte weiter zulegen. Die Aktie bleibt trotz der enorm günstigen Bewertung nur etwas für hartgesottene Anleger. Diese sollten nun den Stopp erneut anziehen: 3,50 Euro.

Buchtipp: Regel Nummer 1

Früher war Phil Town wie alle anderen. Er hielt Geldanlage für zu kompliziert, um darin erfolgreich sein zu können. Als ehemaliger Angehöriger der Eliteeinheit Green Berets, der seinen Lebensunterhalt als River Guide verdiente, schien ihm das alles zu undurchsichtig. Um es richtig zu machen – davon war er überzeugt –, müsse man es als Vollzeitjob betreiben. Dann allerdings lernte er die Regel Nummer 1 kennen. Sie ist ganz einfach: „Verliere kein Geld!“ In seinem Klassiker erklärt Town, wie er mithilfe dieser einen Regel in fünf Jahren aus tausend Dollar eine Million machte. Er zeigt, dass „kein Geld verlieren“ an der Börse gleichbedeutend ist mit „mehr Geld verdienen, als man sich je vorgestellt hätte“. Town redet Klartext: „Ich werde Ihre Zeit nicht mit Gelaber verschwenden, nicht mit klugen Geschichten, die Ihnen Sachen sagen, die Sie bereits wissen. Der Deal ist einfach: Ich bringe Sie ans Ziel, und zwar Schritt für Schritt.“

Autoren: Town, Phil
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Erscheinungstermin: 23.08.2018
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ISBN: 978-3-86470-606-6