Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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14.02.2020 DER AKTIONÄR

Gazprom: Der Dividendenfahrplan für die nächsten Jahre

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Gazprom

Die Anteilscheine von Gazprom bleiben bei den deutschen Privatanlegern eine der beliebtesten ausländischen Aktien. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch die hohe Dividende, die der weltgrößte Erdgasproduzent derzeit bietet. DER AKTIONÄR zeigt auf, mit welchen Ausschüttungen die Anleger aktuell rechnen können.

Kürzlich hatte die Gazprom-Führung ihre neue Dividendenpolitik bestätigt, wonach die Ausschüttungsquoten nun Jahr für Jahr signifikant ansteigen sollen. Demnach dürften für das abgelaufene Jahr 30 Prozent des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Für 2020 werden 40 Prozent, für 2021 dann die vom Kreml geforderten 50 Prozent angepeilt.

Bloomberg
Ausschüttungsquote in Prozent

Für 2021 winken zweistellige Renditen

Analysten gehen davon aus, dass Gazprom im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,77 Dollar je Aktie erwirtschaftet haben dürfte. Bei einer Ausschüttungsquote von 30 Prozent und einem Euro-Kurs von 1,08 Dollar würde sich daraus eine Dividende von 0,49 Euro je ADR errechnen. Dies würde wiederum eine Brutto-Rendite von 7,3 Prozent ergeben.

Für 2020 gehen die Experten aufgrund der anhaltend schwachen Öl- und Gaspreise von einem Gewinnrückgang auf 1,37 Dollar aus. Bei 40 Prozent Ausschüttungsquote würde es bei in etwa gleichbleibendem Euro-Dollar-Kurs dann erneut auf eine Dividende von knapp 0,50 Euro hinauslaufen.

Für 2021 wird indes von einem Gewinnanstieg auf 1,58 Dollar gerechnet. Wird hiervon tatsächlich die Hälfte ausgeschüttet und bleibt der Euro-Dollar-Kurs in etwa stabil, so würde dann sogar eine satte Brutto-Dividendenrendite von 10,8 Prozent winken.

Gazprom (WKN: 903276)

Dividendenjäger dürften bei Gazprom also auch in den kommenden Jahren voll auf ihre Kosten kommen. Auch wenn das aktuelle Marktumfeld für Gazprom und alle anderen Energiefirmen derzeit schwierig ist, bleibt die günstig bewertete Aktie für mutige Anleger ein klarer Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 5,60 Euro belassen werden. 

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