Die Gaspreise in Europa haben heute ein weiteres Mehrjahres-Hoch markiert. Denn angesichts der Blockade der Straße von Hormus und der immer noch sehr geringen Füllstände der deutschen Speicher (gerade einmal 54 Prozent) befürchten immer mehr Marktteilnehmer eine Knappheit. Dies wiederum spielt dem Energieriesen Equinor natürlich voll in die Karten.
Denn Equinor ist der größte westeuropäische Gasproduzent und wichtigste Lieferant für Deutschland. Hierzulande steigt die Nervosität. Nun sieht sich sogar Bundeskanzler Friedrich Merz genötigt, zur Ruhe aufzurufen. So warnte er vor hektischen Gas-Kaufaktionen. Ein solches Vorgehen "würde nur dazu führen, dass die Preise an den Gasmärkten so stark steigen, dass wir die Preise gar nicht mehr bezahlen können", sagte Merz. Die daraus resultierenden Mehrkosten würden letztlich auch die Verbraucherinnen und Verbraucher belasten.
Merz hält die derzeit vergleichsweise geringen Gasreserven nicht für einen Grund, kurzfristig staatliche Maßnahmen einzuleiten. Im Bundestag verwies der CDU-Vorsitzende auf Einschätzungen, wonach die Versorgung Deutschlands während der kalten Jahreszeit gewährleistet sei: "Wir bekommen klare Hinweise darauf, dass die Energieversorgung, dass insbesondere die Gasversorgung im Laufe des Winters in Deutschland gesichert ist."
Zugleich betonte Merz: "Gehen Sie davon aus, dass die Bundeswirtschaftsministerin in Absprache mit den Mitgliedern der Bundesregierung genau das Richtige tut, um die Gasversorgung im Winter sicherzustellen" Die Betreiber der Speicher verlangen von der Politik bessere Rahmenbedingungen und zusätzliche Anreize, damit sich das Einspeichern von Gas wieder stärker lohnt.
2022 hatte der Staat selbst Gas beschafft, nachdem infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine erhebliche Versorgungsknappheit befürchtet worden war. Finanziert wurde dieser Schritt über eine Umlage, die von den Gaskunden getragen wurde.
Der Gaspreis könnte in den kommenden Monaten weiter anziehen. Dies würde dem Gasriesen Equinor natürlich voll in die Karten spielen. DER AKTIONÄR bleibt daher für die Anteilscheine des norwegischen Unternehmens weiterhin zuversichtlich gestimmt. Die immer noch relativ günstige Dividendenperle ist ein attraktives Investment, zumal auch der Chart spannend ist. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 27,00 Euro belassen werden.
Heute, 10:39
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