11.02.2019 Michael Schröder

Freenet: Fast 10% Dividendenrendite – wann springt die Ampel auf Grün?

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Über 40 Prozent Kursverlust stehen für die Aktie von Freenet für das abgelaufene Jahr zu Buche. In den Augen vieler Investoren ist die Wachstumsfantasie beim TecDAX-Konzern abhanden gekommen. Ein geringes Wachstum, steigende Dividendenrisiken und strukturelle Herausforderungen im Mobilfunkgeschäft, so der Tenor der Pessimisten. Seit Jahresanfang arbeitet die Aktie an einer Stabilisierung.

Der Verkaufsdruck hatte in den letzten Wochen des Jahres 2018 noch einmal zugenommen. Vom Hoch im August hatte die Aktie in der Spitze über 30 Prozent an Wert eingebüßt. Im aktuell angeschlagenen Marktumfeld ließen sich gerade im Nebenwertebereich größere Verkaufspositionen kaum ohne deutliche Kursverluste unterbringen. Im noch jungen Jahr 2019 deutet sich ein Ende der Talfahrt an.

Der Newsflow hat sich verbessert. Freenet will sich dem Vernehmen nach nicht an der Auktion für die Frequenzen für 5G-Mobilfunk beteiligen. Vorstand Christoph Vilanek zieht es vor, die Netze bestehender Betreiber gegen Gebühr mit zu nutzen. Als Grund dafür gab der Vorstand zu hohe Investitionen an. „Der Aufbau eines neuen Mobilfunknetzes würde wohl mindestens zehn Milliarden Euro kosten“, sagte der Vorstand gegenüber dem Handelsblatt.

Zudem steigt der Wert der Ceconomy-Beteiligung endlich wieder an. Im Sommer war Freenet mit 9,15 Prozent zum viertgrößten Anteilseigner bei dem kriselnden Elektronikmarkt-Unternehmen geworden – und hat dabei 8,50 Euro je Aktie bezahlt. Die Ceconomy-Aktie hat sich in der Vorwoche nach besser als befürchtet ausgefallenen Zahlen mit einem satten Kurssprung zurückgemeldet.

Freenet dürfte dank des hohen Cash-flows auch für 2018 eine Dividende in Höhe von mindestens 1,65 Euro je Aktie ausschütten. Die Hauptversammlung ist am 16. Mai. Die Rendite von 9,5 Prozent ist für langfristig orientierte Anleger damit in jedem Fall ein gutes Argument, die Aktie ins Depot zu nehmen – zumal der Vorstand zuversichtlich ist, die Dividende auch künftig stabil zu halten.

Die Charttechnik bietet derzeit dagegen noch keine Kaufanreize. Die Aktie pendelte zuletzt zwischen 16 und 19 Euro seitwärts. Erst mit dem Sprung über die obere Begrenzung würde ein Kaufsignal generiert.