21.04.2020 Pierre Kiren

Fraport: Passagierrückgang verschärft sich weiter

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Fraport

Geisterstimmung am Frankfurter Flughafen. Der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen infolge der Corona-Krise hat sich auch nach dem Osterwochenende weiter verschärft. Keine guten Nachrichten für Fraport.

Vom 13. bis 19. April zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 37.015 Fluggäste und damit 97,3 Prozent weniger als in der gleichen Kalenderwoche ein Jahr zuvor.

In der Woche bis Ostersonntag hatte der Rückgang bereits 96,8 Prozent betragen. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost sank in der Woche ab Ostermontag um 28,5 Prozent auf 29.794 Tonnen. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 85,8 Prozent auf 1.404 Starts und Landungen zurück.

Corona lässt Frachtverkehr brummen

Einige Fluggesellschaften wie Lufthansa und Condor setzen inzwischen Passagierflugzeuge ein, um dringend benötigte Fracht nach Deutschland zu bringen. In der Woche vor Ostern zählte der Frankfurter Flughafen 610 reine Frachtflüge, rund 200 mehr als im Jahresschnitt 2019.

Trotzdem ging das Frachtaufkommen (in Tonnen) in Summe zurück, weil die Sonderflüge die sonst genutzten Transportkapazitäten der Passagierflugzeuge nicht ausgleichen können, die zu normalen Zeiten rund 40 Prozent der Frachtmenge schlucken.

Fraport (WKN: 577330)

Fraport leidet unter dem enormen Passagierrückgang und die Steigerung der Frachtflüge kann das nicht kompensieren. Dennoch ist Fraport bilanziell gut aufgestellt, um noch eine Weile auf dem Krisenniveau verharren zu können. Das Liquiditätspolster beträgt über eine Milliarde Euro, auf Staatshilfe wird weitestgehend verzichtet. Die Aktie gehört auf die Watchlist.

(Mit Material von dpa-AFX)