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16.11.2017 Benedikt Kaufmann

Facebook beunruhigt Anleger mit Milliardeninvestitionen und steigenden Kosten

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Facebook

Facebook plant aus 2018 ein Investitions-Jahr zu machen. Die Kosten werden steigen – doch gleichzeitig eröffnet sich der Tech-Gigant neue Chancen langfristige Kurstreiber zu entwickeln.

Oft wurde bezüglich Facebook gewarnt: Der Zuwachs von Werbeanzeigen und Nutzern dürfte sich in diesem Jahr abschwächen. Doch bisher heißt es: Fehlanzeige, Facebook wächst ungebremst weiter.

Langfristig wird sich Facebook jedoch neue Umsatzströme sichern müssen, um weiterhin Wachstumsraten um die 50 Prozent beizubehalten. Die Steigerung der Zahl und der Preise für Anzeigen sowie das stetige Nutzerwachstum allein reicht hierfür nicht aus, denn sowohl für Werbung, als auch für die Nutzerzahl gibt es eine natürliche Grenze. Der Konzern hat daher für 2018 großzügige Investitionen angekündigt.

Die Strategie des Konzerns, in Virtuelle Realität, Video und den Newsfeed zu investieren, dürfte dafür sorgen, dass Facebook-Nutzer in Zukunft noch mehr Zeit auf der Plattform verbringen. Gleichzeitig soll auch etwas für Unternehmenskunden getan werden. So werden speziell für Firmenkunden neue Funktionen im Messenger hinzugefügt und die Analyse von Werbe- sowie Nutzerdaten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz noch genauer gemacht.

Partnerschaften mit Medienfirmen um die Qualität der Posts zu erhöhen, 20.000 neue Arbeitsplätze für die Sicherheit und Verlässlichkeit des Newsfeeds, eine Milliarde Dollar für ein neues Data-Center. Einige Investitionsmaßnahmen hat Facebook bereits angekündigt. Anleger sollten sich durch die Investitionen aktuell nicht verunsichern lassen, denn sie haben das Potential sich zu langfristigen Kurstreibern zu entwickeln. Facebook bleibt im Tech-Sektor ein Basisinvestment – DER AKTIONÄR setzt das Kursziel auf 170,00 Euro.

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Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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