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Evonik: Starke Zahlen, aber...

Evonik: Starke Zahlen, aber...
Foto: Evonik Industries AG
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Thorsten Küfner Heute, 08:22 Thorsten Küfner
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Evonik blickt trotz der positiven Entwicklung im Q2 weiterhin auf ein herausforderndes Marktumfeld. Der MDAX-Konzern profitierte wie bereits zuvor berichtet von Produktions- und Lieferproblemen asiatischer Wettbewerber, die den europäischen Chemieunternehmen zuletzt erheblichen Druck bereitet hatten.

Hintergrund waren unter anderem Versorgungsengpässe bei Rohöl infolge des Iran-Kriegs und der zeitweisen Einschränkung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus.

Von dieser Entwicklung begünstigt, konnte der Spezialchemiekonzern Ende Juni seine Prognose für den Jahresgewinn anheben. Bei der Vorstellung der endgültigen Quartalszahlen dämpfte Vorstandschef Christian Kullmann am Dienstag jedoch die Erwartungen und erklärte, er freue sich zwar "über einen warmen Sommerregen", an den grundlegenden Herausforderungen der Branche habe sich aber nichts geändert.

Im zweiten Quartal erhöhte Evonik den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) legte um rund 25 Prozent auf 630 Millionen Euro zu. Ende Juni hatte das Unternehmen noch eine Spanne von 600 bis 650 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Konzerngewinn nach Steuern verringerte sich dagegen um knapp ein Drittel auf 84 Millionen Euro.

Angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen treibt Evonik derzeit ein Effizienzprogramm voran, das auch einen Stellenabbau vorsieht. Für 2026 erwartet Kullmann einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro. Damit soll bereits im laufenden Jahr ein Ergebnisanstieg erreicht werden, nachdem der Wert 2025 bei rund 1,9 Milliarden Euro lag.

Evonik Industries (WKN: EVNK01)

Aktuell läuft es bei Evonik durchaus rund, doch gerade die anhaltende Trockenheit könnte für den MDAX-Konzern noch zu einer erheblichen Belastung werden. DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Der Dividendentitel bleibt eine Halteposition, ein Neueinstieg drängt sich aber aktuell nicht auf. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 13,00 Euro belassen werden. 

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