Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Börsenmedien AG
28.08.2019 Alfred Maydorn

Es ist passiert: Das größte Kaufsignal für Aktien seit März 2009

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S&P 500

Aus der aktuellen Ausgabe des kostenlosen Newsletters Maydorns Meinung: Gestern war es so weit: Zum ersten Mal seit März 2009 ist die Dividendenrendite des S&P 500 wieder über der Rendite 30-jähriger Staatsanleihen gestiegen. Denn die ist gestern weiter zurückgegangen und hat mit 1,96 Prozent ein neues Rekordtief erreicht. Für langfristig orientierte Anleger sind nun also Aktien wieder attraktiver als Anleihen, weil sie ganz einfach eine höhere Rendite haben.

Und auch unter Risikoaspekten sind Aktien mittlerweile die bessere Wahl. Denn sollten die Zinsen eines Tages doch wieder steigen, führt das bei den Kursen der Anleihen zu erheblichen Kursabschlägen, insbesondere bei längeren Laufzeiten.

Rendite 30-jährige US-Staatsanleihen (rot) Dividendenrendite S&P 500 (blau)

Seit den 80er-Jahren als die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen auf zeitweise über 15 Prozent (!) gestiegen war, geht die fast kontinuierlich nach unten. Jetzt ist sie mit nur noch 1,96 Prozent erstmals seit 2009 wieder unter die Dividendenrendite des S&P 500 gefallen.

Attraktive Aktien

Während der Renditevorteil von Aktien im März 2009 nur von kurzer Dauer war und der Anstieg der Dividendenrendite vor allem durch die stark gefallenen Aktienkurse ausgelöst wurde, könnte es dieses Mal zu einer längeren Phase mit einer erhöhten Attraktivität von Aktien kommen. So lange, bis steigende Aktienkurse die Dividendenrendite wieder nach unten drücken – sofern die Dividenden nicht ebenfalls steigen.

Zinsen runter, Aktien rauf

Dass es zu einer Zinswende kommt, ist indes eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil, in den USA sind eher weiter fallende Zinsen zu erwarten, ist es doch eine der wenigen großen Industrienationen, in der es überhaupt noch positive Zinsen gibt. Und je weiter die Zinsen fallen, desto attraktiver werden Aktien.

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