16.01.2011 Michael Herrmann

E.on und RWE: Nachhaltige Trendwende?

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DAX
Trendthema

E.on und RWE haben in dieser Handelswoche ihre Trendwende fortgesetzt. Die Aktien der größten deutschen Energieversorger profitierten gleich von mehreren positiven Nachrichten. Ist der Grundstein für einen langfristigen Aufwärtstrend nun gelegt?

Anleger von E.on und RWE hatten im vergangenen Jahr nur wenig Freude an den Aktien der Energieversorger. In diesem Jahr sieht es bisher anders aus. Die Energieversorger zählen zu den stärksten Werten im DAX. Allein in dieser Handelswoche hat es gleich mehrere posititve Nachrichten für die großen deutschen Energieversorger gegeben.

Kartellamt gibt Entwarnung

Am meisten dürften sich E.on, EnBW, RWE und Vattenfall über den Abschlussbericht des Bundeskartellamts zu den Untersuchungen des deutschen Strommarktes gefreut haben. Die Kartellwächter konnten ihnen keine systematische Manipulation der Strompreise nachweisen. Drakonische Strafzahlungen dürften somit vom Tisch sein.

Preiserhöhung

Auch die angekündigten Preiserhöhungen von mehreren E.on-Töchtern haben die Kurse der großen deutschen Energiekonzerne gestützt. Die Tochtergesellschaften des Branchenprimus wollen den Preis für eine Kilowattstunde Strom im Schnitt um rund 5,5 Prozent anheben. Die Preiserhöhung dürfte sich positiv auf die Erstragssituation bei E.on auswirken und zeigt zudem, dass die großen deutschen Energieversorger noch immer über eine komfortable Marktsituation verfügen.

Starke Charttechnik

Neben den positiven Nachrichten kommt auch von der Charttechnik zunehmend Unterstützung für die Aktien der beiden größten deutschen Energieversorger E.on und RWE. Beide Aktien haben zuletzt mehrere Kaufsignale generiert und nehmen bereits weitere Marken fest ins Visier.

Wenig Grund zur Skepsis

Eine attraktive fundamentale Bewertung in Kombination mit starkem Chartbild und einem positiven Nachrichtenfluss - derzeit gibt es nur wenig, das gegen eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei E.on und RWE spricht. Die Anleger der beiden größten deutschen Energieversorger dürfen sich daher berechtigterweise Hoffnung machen, dass 2011 ein besseres Jahr für sie wird als 2010.