24.11.2013 Michael Herrmann

E.on und RWE: Das sagen jetzt die Experten

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DAX
Trendthema

Die Anleger von E.on und RWE haben eine weitere turbulente Woche hinter sich. Dazu haben vor allem ein Gerichtsurteil und zahlreiche Analystenkommentare beigetragen. DER AKTIONÄR zeigt, wie das Analystenlager nun insgesamt zu den deutschen Versorger-Aktien steht.

Dem Kurssprung vor der Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg folgte in der vergangenen Handelswoche zunächst Ernüchterung. Auch die Analysten nahmen die Aktien daraufhin mehrfach unter die Lupe. Skeptikern wie der Commerzbank und Kepler Cheuvreux trat die US-Bank Goldman Sachs entgegen. Ihre Analystin Deborah Wilkens hob die Kursziele für E.on und RWE wieder an.

Nur sechs Kaufempfehlungen

Insgesamt ist Goldman Sachs aber eine Ausnahme. Das Gros der Analysten ist skeptisch gestimmt. Bei der Aktie des Branchenprimus E.on raten 15 von 35 Analysten zum Verkauf. Dem stehen lediglich sechs Kaufempfehlungen gegenüber. Mit dem neuen Kursziel von 17 Euro steht Goldman Sach an der Spitze der Optimisten. Am skeptischsten ist Vincent Gilles von Credit Suisse mit einem Kursziel von zehn Euro. Im Schnitt geben die Analysten ein Kursziel von 12,80 Euro aus, was einem Abwärtspotenzial von neun Prozent entspricht.

Sattes Abwärtspotenzial bei RWE

Ähnlich düster sieht es bei der Aktie des Konkurrenten RWE aus. Hier geben die Analysten im Schnitt ein Kursziel von 24,16 Euro aus. Das sind sogar 16 Prozent weniger als der aktuelle Kurs. Zudem raten sogar 19 von 36 Analysten zum Verkauf. Nur sieben sehen in der RWE-Aktie einen Kauf. 

E.on ist erste Wahl und ein Kauf

DER AKTIONÄR hat unter den deutschen Versorger-Aktien nach wie vor einen klaren Favoriten. E.on hat sich den Herausforderungen des europäischen und vor allem deutschen Energiemarkts deutlich besser gestellt als RWE und ist damit auch für Anleger die erste Wahl. Die E.on-Aktie bleibt ein Kauf mit Kursziel 18,50 Euro. Ein Stopp bei 12,50 Euro sichert ab, sollte es kurzfristig wieder turbulenter wieder.