04.01.2019 Benedikt Kaufmann

Eine Milliarde für Alphabet-Tochter

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Alphabet
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Verily, die Life-Science-Tochter von Alphabet, hat sich in einer Finanzierungsrunde unter Führung von Silver Lake eine Milliarde Dollar Kapital beschafft. Die Höhe zeigt, das Geschäft rund um Gesundheitsdaten, Blutzucker-Monitoring oder Smarte Kontaktlinsen könnte ein Milliardengeschäft für Alphabet werden.

Es ist die zweite große Finanzierungsrunde für Verily. Bereits vor zwei Jahren hat die Beteiligungsgesellschaft Temasek rund 800 Millionen Dollar in die Alphabet-Tochter investiert. Die Mittel der aktuellen Finanzierungsrunde sollen laut Verily-CEO Andrew Conrad dazu dienen, die Flexibilität der Entwicklungen zu erhöhen, um die Expansion voranzutreiben.

Verily entwickelt Geräte und Plattformen, die fortwährend Gesundheitsdaten überwachen und auswerten können, um damit direkt helfen oder frühzeitig Krankheiten bekämpfen zu können. Ein Projekt ist beispielsweise die Entwicklung winziger Geräte zur ständigen Überprüfung des Blutzuckers, um Diabeteserkrankten zu helfen, ihre Krankheit zu behandeln.

Langfristige organische Wachstumschancen

Dank Verily verfügt Alphabet neben Waymo und Co über eine weitere langfristige Wachstumsphantasie. Der Internetgigant kümmert sich mit seinen zahlreichen Moonshot-Firmen bereits jetzt um neue organische Wachstumsquellen, selbst wenn das Werbekerngeschäft noch rasante Zuwachsraten aufweist. Am aussichtsreichsten dürfte für Anleger jedoch Waymo sein.

So rechnen die Analysten von Jefferies, dass der Wert der Selbstfahrer-Sparte in Zukunft über 250 Milliarden Dollar betragen dürfte. Ein massiver Wert, dem Investoren angesichts der aktuellen Marktkapitalisierung von 740 Milliarden Dollar zu wenig Bedeutung schenken. Es gilt jedoch laut den Analysten große Hürden zu überwinden. Vor 2025 dürften daher noch keine nennenswerten Umsätze mit autonomen Fahrzeugen erzielt werden.

Anleger bleiben dabei

Hier besteht aussichtsreiches Langfrist-Potenzial für Alphabet und damit Kurspotenzial für die Aktie. Aktuell herrscht aber der Abwärtstrend vor. Im Bereich von 1.000 Dollar hat sich jedoch in der Vergangenheit eine wichtige Unterstützungsmarke herausgebildet. Anleger bleiben angesichts des Langfrist-Potenzials auch in schwachen Börsenzeiten investiert.