Plötzlich entfaltet sich die Dynamik: Nachdem Nvidia-Chef Jensen Huang sein Publikum behutsam auf das atemberaubende Wachstumstempo eingestimmt hatte, mit dem Nvidia künftig unterwegs sein wird, ließ er kurz darauf die Katze aus dem Sack – und präsentierte eine Prognose, die Standing Ovations hervorrief. Das sollten Anleger jetzt zur nächsten Stufe der KI-Evolution wissen.
Der Markt für KI-Inferenz – die produktive Anwendung von KI im Alltag und in der Industrie – steht vor einer explosionsartigen Vergrößerung: Von 0,5 Billionen Dollar im Vorjahr auf über eine Billion Dollar im Jahr 2026. Die Welt befindet sich laut Huang an einem Wendepunkt. Nvidia liefert nicht mehr nur die Werkzeuge zum Trainieren von Modellen, sondern dominiert nun endgültig die Phase ihrer globalen Anwendung. Das Herzstück dieser neuen Ära ist die soeben vorgestellte Vera-Rubin-Plattform.
Laut dem Nvidia-Chef setzt dieses System neue Maßstäbe in Sachen Effizienz: Die Plattform lässt sich dank des neuen Designs in nur zwei Stunden installieren – bisher hätte der Installationsprozess zwei Tage gedauert. Zudem läuft das Vera-System doppelt so schnell wie jeder bisher auf dem Markt erhältliche Chip. Der US-Konzern erwartet für Vera-Rubin einen Umsatz von 150 Milliarden Dollar.
Doch Geschwindigkeit allein ist nicht alles: Jensen Huang präsentierte einen 35-fachen Effizienzsprung, der speziell für absolute Topanwendungen im Premiumsegment gilt – dort, wo KI-Modelle extrem komplex und gleichzeitig ultraschnell laufen müssen. Während ältere Generationen wie Blackwell bei solchen Spitzenlasten rapide einbrechen, hält die neue Rubin-Architektur mit LPX-Technologie die Leistung stabil auf Höchstniveau. Konkret: Für denselben Stromverbrauch liefert das System bei hochkomplexen Tasks 35-mal mehr Antworten (Tokens) als der Vorgänger – ein technologischer Hammer, der erst gigantische Billionen-Parameter-Modelle für Millionen Nutzer gleichzeitig wirtschaftlich machbar macht.
Hardware, Software, Souveränität: Der Full-Stack-Siegzug
Mit dem neuen Nvidia-Rubin-Ultra festigt der Konzern seine Marktführerschaft. Nvidias Erfolg fußt auf einem gnadenlosen Full-Stack-Ansatz. Durch die nahtlose Integration von Hardware, Software und spezialisierten KI-Tools kontrolliert der Konzern nicht nur die großen Cloud-Hyperscaler (die derzeit rund 60 Prozent des Marktes ausmachen), sondern dringt tief in die verbleibenden 40 Prozent vor. Hier warten Industriegiganten, staatliche Souveränitätsprojekte und spezialisierte KI-Schmieden.
Die Nachfrage wird dabei von etablierten Powerhouses wie OpenAI und Anthropic sowie von rasant wachsenden Newcomern wie MSL getrieben, die seit 2025 milliardenschwere GPU-Großaufträge bei Nvidia platziert haben.
Die Keynote nimmt an Fahrt auf. Nach dem gemächlichen Anfang (DER AKTIONÄR berichtete) kommt Huang in Fahrt. DER AKTIONÄR bleibt weiter am Ball.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 20:58