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02.10.2019 Lars Friedrich

Dramatik pur bei Baumot

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Baumot

Baumot zeigt sich am Mittwoch extrem volatil: Der Aktienkurs des Diesel-Hardware-Nachrüsters fährt Achterbahn. Zunächst setzt sich der kurzfristige Abwärtstrend der vergangenen Tage fort. Dann greift das Unternehmen mit einer Nachricht ein, die den Kurs auf ein Tageshoch treibt. Doch ist das wirklich die Rettung?

Die Aktie startete bereits mit einer Abwärtskurslücke bei 1,99 Euro, sackte dann um weitere 6,5 Prozent auf 1,86 Euro ab.

Um fünf nach zwölf griff das Unternehmen ein und veröffentlichte eine Pressemeldung. In den nächsten Tagen werde die Zulassung für ausgewählte Daimler-Fahrzeuge durch das Kraftfahrtbundesamt erwartet, meldete Baumot. Eine mit dem BNOx-System nachgerüstete Mercedes E-Klasse habe die notwendigen Tests beim TÜV bereits erfolgreich durchlaufen.

Zudem werde die Auslieferung erster BNOx-Systeme für VW-Fahrzeuge planmäßig im Oktober gestartet.

Durch die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Pkw können Autobesitzer Fahrverbote in deutschen Städten vermeiden.

Baumot (WKN: A2G8Y8)

Baumot zufolge wird inzwischen neben der Nachrüstung von Euro-5-Fahrzeugen auch eine Hardware-Nachrüstung von Euro-6-Fahrzeugen gefordert. Dies würde rund 2,7 Millionen Fahrzeuge in Deutschland betreffen.

Der Kurs zog bis auf ein Tageshoch von 2,06 Euro an und konsolidiert am Mittwochnachmittag an der 2-Euro-Marke.

Wieder einmal zeigt sich, dass sich Anleger bei Baumot auf eine sehr volatile Entwicklung einstellen müssen. Es handelt sich um ein kleines Spezialunternehmen mit lediglich 45 Millionen Euro Marktkapitalisierung und sehr hoher Abhängigkeit von politischen Vorgaben. Zudem kann der Kurs schon durch relativ geringe Umsätze bewegt werden – und an schwachen Börsentagen mangels Käufern schnell überproportional verlieren. DER AKTIONÄR sieht mittelfristig bei Baumot aber viel Potenzial nach oben. Die Nachrüstungen dürften ordentlich Geld in die Kasse des Unternehmens spülen.