Der Energieriese Shell hat in dieser Woche die Übernahme von ARC Resources abgeschlossen, nachdem nun sämtliche Zustimmungen der Aktionäre, Gerichte und Aufsichtsbehörden vorliegen. Durch den Deal dürfte sich Shells Produktionswachstum weiter beschleunigen. So kommen dadurch rund 370.000 Barrel Öläquivalent pro Tag hinzu.
„Heute heißen wir die Kolleginnen und Kollegen von ARC bei Shell willkommen und freuen uns darauf, auf ihrer leistungsstarken Unternehmenskultur, operativen Exzellenz und technischen Expertise im kanadischen Montney-Becken aufzubauen", erklärte Shells Vorstandsvorsitzender Wael Sawan. „Die Übernahme erhöht Shells Engagement in langfristiger, kostengünstiger Flüssigkeitsproduktion. Durch eine disziplinierte Integration werden wir auf den Stärken beider Organisationen aufbauen, um den Wert freizusetzen, der dieser Transaktion zugrunde liegt."
Shell legt knapp 14 Milliarden Dollar auf den Tisch und übernimmt zudem die Verbindlichkeiten von ARC in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar. Dennoch geht Shell davon aus, durch die Transaktion relativ rasch zweistellige Renditen zu erzielen. Bereits ab dem kommenden Jahr dürfte sich der Kauf von ARC positiv auf den freien Cashflow je Aktie auswirken.
Indes gab es zuletzt auch wieder Rückenwind von der britischen Großbank Barclays. So hat deren Analystin Lydia Rainforth das Kursziel von 4.500 auf 4.700 Britische Pence (umgerechnet 54,67 Euro) erhöht. Daraus errechnet sich ausgehend vom aktuellen Kursniveau Aufwärtspotenzial in Höhe von 37 Prozent. Rainforth erwartet für die nächsten Monate steigende Gaspreise. Und auch mittel- bis langfristig ist sie für diesen Bereich zuversichtlich gestimmt, da neue Kapazitäten erst gegen Ende der Dekade auf den Markt kommen.
Auch DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine von Shell grundsätzlich zuversichtlich gestimmt. Denn dem britischen Energieriesen spielt das aktuelle Marktumfeld natürlich voll in die Karten. Der Konzern ist sehr breit und strategisch sinnvoll aufgestellt. Zudem verfügt Shell über eine solide Bilanz und ist mit einem KGV von lediglich 8 günstig bewertet. Auch die Dividendenrendite kann sich mit mehr als drei Prozent sehen lassen. Kurzum: Wer bei der Aktie bereits investiert ist, sollte dabeibleiben und kann den Stoppkurs vorerst noch bei 27,00 Euro belassen.
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