Die Generali-Aktie hat einen Lauf. Seit der AKTIONÄR-Empfehlung rund 28 Prozent zugelegt. Nach der starken Rally wird KBW nun vorsichtiger und verweist auf eingepreiste Übernahmefantasie. Kurzfristig ist eine Verschnaufpause möglich. Doch droht bei dem italienischen Finanzriesen auch eine größere Korrektur?
Das Wichtigste kurz und knapp:
• KBW stuft Generali auf „Market Perform“ ab.
• Aktie seit AKTIONÄR-Empfehlung rund 28 Prozent im Plus.
• Trotz gestiegenem Korrekturrisikos halten Anleger an der Aktie fest.
• KBW stuft Generali auf „Market Perform“ ab.
• Aktie seit AKTIONÄR-Empfehlung rund 28 Prozent im Plus.
• Trotz Korrekturrisiko bleibt Generali ein Kauf.
Die Generali-Aktie hat in den vergangenen Monaten eine starke Entwicklung hingelegt. Seit der Empfehlung des AKTIONÄR liegt der Titel inzwischen rund 28 Prozent im Plus. Auch im laufenden Jahr zählt der italienische Versicherer mit einem Zuwachs von rund 18 Prozent zu den stärkeren Werten im europäischen Versicherungssektor.
Nach dieser Rally wird Keefe, Bruyette und Woods, kurz KBW, nun vorsichtiger. Analyst William Hawkins hat Generali von „Outperform“ auf „Market Perform“ abgestuft. Das Kursziel bleibt unverändert bei 37 Euro. Ausgehend vom jüngsten Schlusskurs bedeute Rückschlagpotenzial von rund zwölf Prozent.
Der Kern der Abstufung: In der Aktie sei bereits eine strategische Prämie von mindestens 15 Prozent enthalten. Diese resultiere aus den anhaltenden Manövern der Großaktionäre rund um Generali. Gleichzeitig bestehe das Risiko, dass am Ende kein Deal zustande kommt und die Übernahmefantasie zumindest vorerst verpufft.
Dabei verweist KBW unter anderem auf das Gebot von Intesa Sanpaolo für Monte dei Paschi. Sollte Intesa die MPS-Beteiligung an Generali behalten, würde die Bank zu einem noch wichtigeren Spieler im Aktionärskreis des Versicherers. Hinzu kommt der jüngste Bericht, wonach UniCredit informell vorgeschlagen haben soll, den rund zehnprozentigen Generali-Anteil der Del-Vecchio-Holding Delfin gegen eigene Aktien zu tauschen.
Aus Sicht von KBW ergibt sich dadurch eine zweischneidige Lage. Einerseits könnten Unternehmensaktivitäten, Synergien und anorganische Chancen laut dem Analysten ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent eröffnen. Andererseits drohe bei einer kurzfristigen Pattsituation ein Rückschlag von mehr als 15 Prozent.
Charttechnisch ist die Aktie nach dem starken Lauf kurzfristig anfälliger für Gewinnmitnahmen. Der Abstand zu den wichtigen gleitenden Durchschnitten ist spürbar gewachsen. Eine kleinere Korrektur wäre daher nicht ungewöhnlich und könnte sogar gesund sein.
Die Abstufung von KBW kommt nach der starken Rally nicht überraschend. Kurzfristig sollten Anleger bei Generali eine Verschnaufpause einkalkulieren. Am positiven Gesamtbild ändert das aber nichts. Der Versicherer bleibt operativ stark, dividendenträchtig und auch dank der Aktionärsstruktur attraktiv. Ein größere Korrektur ist daher unwahrscheinlich. Anleger bleiben somit an Bord.
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FAQs
Was macht Generali?
Generali ist der größte Versicherer Italiens und einer der größten in Europa und damit unter anderem ein Konkurrent der Allianz.
Ist Generali eine attraktive Dividendenaktie?
Ja. Generali gilt als attraktive Dividendenperle im europäischen Versicherungssektor. Ausschüttungen und Aktienrückkäufe sind zentrale Bestandteile der Strategie.
Was könnte die Generali-Aktie antreiben?
Stabile Gewinne, eine starke Kapitalbasis, hohe Ausschüttungen und regelmäßige Aktienrückkäufe könnten die Aktie weiter stützen.
Heute, 15:38