Europas Versicherungsriesen stehen bei Dividendenjägern hoch im Kurs. Und das völlig zu Recht. Die Ausschüttungen sind bei Allianz, AXA, Generali, Hannover Rück und Munich Re hoch und sollen weiter steigen. DER AKTIONÄR zeigt, welcher europäische Versicherungsriese in den nächsten fünf Jahren die höchste Dividende bieten dürfte.
Das Wichtigste kurz und knapp:
• AXA liegt mit einer addierten Dividendenrendite von 33,1 Prozent für 2026 bis 2030 vorn, allerdings ist die französische Quellensteuer ein Nachteil für deutsche Anleger.
• Munich Re folgt mit 31,4 Prozent und ist damit aus deutscher Sicht besonders attraktiv.
• Dahinter folgen Hannover Rück mit 29,6 Prozent, Allianz mit 26,1 Prozent und Generali mit 24,9 Prozent.
Die aktuellen Fünf-Jahres-Prognosen zeigen: Die Ausschüttungen sollen bei Allianz, AXA, Generali, Hannover Rück und Munich Re durch die Bank weiter steigen – und das in jedem einzelnen Jahr. Besonders spannend ist dabei nicht nur die Dividende je Aktie, sondern die aufsummierte Dividendenrendite bis 2030.
In dieser Betrachtung liegt AXA vorn. Für 2026 wird eine Dividendenrendite von 5,8 Prozent erwartet. Bis 2030 soll sie auf 7,4 Prozent steigen. Addiert über fünf Jahre ergibt sich eine Gesamtrendite von 33,1 Prozent. Deutsche Anleger sollten allerdings die französische Quellensteuer von 25 Prozent berücksichtigen, da ein Teil nicht automatisch angerechnet wird und die Rückforderung vergleichsweise aufwendig ist.
Knapp dahinter folgt Munich Re. Die erwartete Rendite steigt von 5,4 Prozent im Jahr 2026 auf 7,3 Prozent im Jahr 2030. Über den gesamten Zeitraum summieren sich die prognostizierten Renditen auf 31,4 Prozent. Damit liegt der DAX-Rückversicherer nur knapp hinter der AXA zurück.
Auch Hannover Rück blickt auf eine starke Dividendenzukunft. Nach 5,4 Prozent im Jahr 2026 werden für 2030 6,5 Prozent erwartet. Zusammengerechnet ergibt sich eine Fünf-Jahres-Rendite von 29,6 Prozent.
Bei der Allianz liegen die erwarteten Dividendenrenditen zwischen 4,6 Prozent im Jahr 2026 und 5,9 Prozent im Jahr 2030. Die addierte Gesamtrendite bis 2030 beträgt 26,1 Prozent.
Generali kommt den Schätzungen zufolge auf 5,5 Prozent im Jahr 2026 und 5,8 Prozent im Jahr 2030. Über fünf Jahre ergibt sich eine Gesamtrendite von 24,9 Prozent.
Rein nach der addierten Dividendenrendite liegt AXA mit 33,1 Prozent vor Munich Re mit 31,4 Prozent. Wegen der französischen Quellensteuer ist der Vorsprung für deutsche Anleger aber mit Vorsicht zu genießen. Real dürfte Munich Re unterm Strich in den meisten Fällen die Nase vorne haben. Wer in den nächsten fünf Jahren den Fokus vor allem auf Dividenden legen will, greift bei Europas Versicherungsriesen daher zum Rückversicherer aus München.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz, Munich Re.
Heute, 08:15