Die AXA hat im ersten Halbjahr erneut ihre operative Stärke unter Beweis gestellt. Der französische Versicherer wächst profitabel, bleibt kapitalstark und blickt darüber hinaus zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Ist damit der Grundstein für neue Rekordkurse des Allianz-Konkurrenten gelegt?
Kurz und knapp
• Die Erlöse kletterten um fünf Prozent auf 66,3 Milliarden Euro.
• Der bereinigter Gewinn je Aktie legte acht Prozent auf 2,19 Euro zu.
• Neuer Ausblick: Plus beim Gewinn je Aktie 2026 am oberen Ende der bisherigen Zielspanne von sechs bis acht Prozent.
AXA hat am Freitag ordentliche Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Die gebuchten Bruttoprämien und sonstigen Erträge stiegen auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 66,3 Milliarden Euro. Damit lag AXA leicht über dem Analystenkonsens von rund 66,1 Milliarden Euro.
Der bereinigte Gewinn erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um vier Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Bereinigt um das inzwischen veräußerte Asset-Management-Geschäft AXA IM betrug das Plus sogar neun Prozent.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie standen 2,19 Euro zu Buche – ein Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt mit 2,16 Euro gerechnet. Der Nettogewinn kletterte um neun Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Positiv ist zudem der Ausblick: Für 2026 stellt der Konzern beim bereinigten Gewinn je Aktie nun ein Wachstum am oberen Ende der Zielspanne von sechs bis acht Prozent in Aussicht.
Das Schaden- und Unfallgeschäft blieb ein verlässlicher Ergebnistreiber. Der bereinigte Gewinn legte dort um sechs Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verharrte mit 90,1 Prozent praktisch auf dem starken Vorjahresniveau.
Belastungen durch Schäden im Nahen Osten wurden durch die operative Entwicklung in anderen Bereichen kompensiert. Im Bereich Leben und Gesundheit zog der bereinigte Gewinn sogar um elf Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro an. Insbesondere das Gesundheitsgeschäft entwickelte sich dynamisch.
Auch die Kapitalausstattung bietet weiterhin reichlich Komfort. Die Solvency-II-Quote stieg gegenüber Jahresbeginn um drei Prozentpunkte auf 218 Prozent. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf 18,3 Prozent.
Das gibt der AXA den nötigen Spielraum für die Fortsetzung der anlegerfreundlichen Ausschüttungspolitik. Der Konzern strebt unverändert eine Gesamtausschüttungsquote von 75 Prozent an – kombiniert aus Dividenden und Aktienrückkäufen.
Die Zahlen sehen ordentlich aus. Weder Jubelsprünge noch maßlose Enttäuschung sind als Reaktion zu erwarten. Die AXA wächst profitabel, hält die Schaden-Kosten-Quote auf gutem Niveau und hat ihren zuversichtlichen Ausblick bekräftigt. Damit dürfte die AXA tatsächlich den Grundstein für neue Rekordkurse gelegt haben. Die Aktie bleibt ein attraktives Basisinvestment – insbesondere für Dividenden- und Valueinvestoren.
Heute, 07:42
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