Versicherer haben starke Monate hinter sich. In den letzten sechs Monaten kam der Branchenindex Stoxx 600 Insurance auf ein Plus von 7,6 Prozent. In Deutschland sorgte nicht zuletzt der Marktführer Allianz mit seiner Rekordjagd für Aufsehen. Auch bei der Aktie lief es gut. Nun lässt ein Chartsignal aber aufhorchen.
- Die AXA-Aktie hat den GD 50 gerissen.
- Die 20- und 38-Tage-Linie waren bereits vorher unterschritten.
- Auch die Bullen haben aber noch gute Argumente auf ihrer Seite.
Ende Juli hatte die AXA noch ein neues Rekordhoch aufgestellt. 45,66 Euro lautet seither die Bestmarke des Allianz-Konkurrenten. Aus der erhofften Fortsetzung der Rally wurde allerdings nichts. Stattdessen holt die Aktie seither Luft.
Nun hat sie dabei auch eine besonders wichtige Chartmarke gerissen. So ist die AXA unter die 50-Tage-Linie gefallen. Sie verläuft aktuell bei 43,97 Euro. Im gestrigen Handel ging die Aktie bei 43,53 Euro aus dem Handel. Damit haben die Bären ein starkes Argument für sich gewonnen.
Die kurzfristigen Indikatoren GD 20 (48,84 Euro) und GD 38 (44,55 Euro) wurden bereits vorher gerissen. Das kurzfristige Chartbild ist somit klar negativ.
Gänzlich aufgegeben haben die Bullen aber noch nicht. Auf ihrer Habenseite steht nach wie vor, dass die 100-Tage-Linie mit 42,29 Euro noch immer ein gutes Stück unter dem aktuellen Kurs liegt. Der GD 200 ist mit 40,78 Euro sogar noch 7,5 Prozent entfernt. Erst wenn diese beiden Marken gerissen werden, wird auch das übergeordnete Chartbild negativ.
Fundamental läuft es bei der AXA hingegen rund. Die gebuchten Bruttoprämien und sonstigen Erträge legten im ersten Halbjahr 2026 auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 66,3 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Gewinn erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um vier Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Bereinigt um das inzwischen veräußerte Asset-Management-Geschäft AXA IM betrug das Plus sogar neun Prozent.
Auch wenn das den Märkten offenbar nicht genug war, waren das ordentliche Zahlen, die die operative Stärke des zweitgrößten Versicherers in Europa unterstreichen.
Der Bruch des GD 50 mahnt zur Vorsicht. Grund zur Panik ist er aber auch nicht. Noch haben auch die Bullen gute Argumente auf ihrer Seite. Ein Neueinstieg drängt sich aktuell nicht auf. Verkaufen sollten investierte Anleger aber auch nicht. Fundamental läuft es rund. Dazu kommt eine attraktive Dividendenrendite von 5,6 Prozent. Und auch charttechnisch herrscht zumindest noch ein Patt zwischen Bullen und Bären.
Heute, 08:38
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