16.12.2014 Marion Schlegel

Dividendenjäger aufgepasst: Erst Nordex – und nun überrascht Metro

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DAX
Trendthema

Bereits am Montag hat der Windkraftanlagen-Bauer Nordex nach seinem Rekordjahr 2014 Hoffnung auf eine Dividendenzahlung geweckt. Das wäre die erste Ausschüttung an die Aktionäre in der 29-jährigen Firmengeschichte. An einem allgemein schwachen Tag an den Börsen honorierten das die Anleger mit einem Kursplus von 0,3 Prozent auf 14,32 Euro. Am Dienstag folgte nun der Handelskonzern Metro, der nach der Rückkehr in die Gewinnzone nun wieder eine Dividende an seine Aktionäre ausschütten möchte. Für das Ende September ausgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 sollen die Aktionäre eine Gewinnbeteiligung von 90 Cent je Anteil erhalten, wie das im MDAX notierte Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Die Ausschüttung fällt damit etwas höher aus als von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten erwartet hatten. Im Vorjahr hatte der Konzern die Dividende wegen eines Verlusts gestrichen.

Metro überrascht positiv
Die Ankündigung hat der Aktie von Metro am Morgen kräftig Aufwind verliehen. Der Wert gewinnt mehr als zwei Prozent. Zudem sei das bereinigte Ebit-Ergebnis besser als zuvor befürchtet ausgefallen, sagte Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel in einer ersten Reaktion. Der Ausblick für das neue Geschäftsjahr stelle einen leichten Anstieg von Umsatz und Ergebnis in Aussicht.
Metro rechnet im Geschäftsjahr 2014/15 trotz eines weiterhin herausfordernden Umfelds mit leichten Zuwächsen. Das für den Handelskonzern wichtige Weihnachtsgeschäft sei nach einem verhaltenen Start zufriedenstellend, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Der Umsatz soll im bis Ende September 2015 laufenden Geschäftsjahr vor dem Einfluss von Wechselkursveränderungen und flächenbereinigt leicht zulegen. Auch beim Ergebnis wird ein leichter Anstieg erwartet.
Im Geschäftsjahr 2013/14 ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und Sonderfaktoren um 14 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahreswert waren jedoch außerordentlich viele Erträge aus dem Verkauf von Immobilien oder Sparten enthalten. Bereinigt um diesen Effekt wäre der operative Gewinn leicht gestiegen. Wie bereits bekannt sank der Umsatz 2013/14 um vier Prozent auf 63 Milliarden Euro – rechnet man die Folgen des starken Euro sowie Verkäufe heraus, ergebe sich ein Plus von 1,3 Prozent.

Derzeit kein Kauf
Mit einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent ist Metro durchaus attraktiv. Allerdings ist der Wert deutlich angeschlagen, weswegen sich derzeit noch kein Kauf aufdrängt. Im MDAX gibt es deutlich bessere Alternativen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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