++ 7 Schnäppchen – 100 Prozent Potenzial ++

Die nächste Pleite! Wird es nun auch für die Banco Espirito Santo eng?

Die nächste Pleite! Wird es nun auch für die Banco Espirito Santo eng?
Foto: Börsenmedien AG
DAX -%
Thorsten Küfner 25.07.2014, 08:24 Thorsten Küfner
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar

Die nächste Gesellschaft aus der Unternehmensgruppe Grupo Espirito Santo (GES) ist pleite. Nachdem bereits die Espirito Santo International und die Rioforte Gläubigerschutz beantragen mussten, zog nun auch die Espirito Santo Financial Group nach. Sie ist der Konzern, der aktuell über die knapp 20-prozentige Beteiligung an der Banco Espirito Santo verfügt. Nun dürfte es spannend werden, was mit dem Anteil geschehen wird. Für die Banco Espirito Santo dürften sich die Pleiten innerhalb der GES in jedem Fall negativ in der Bilanz niederschlagen. Schließlich beläuft sich das Engagement der Großbank (Kredite, Wertpapiere und andere Posten) insgesamt auf 1,2 Milliarden Euro.

Satte Verluste erwartet

Die Experten von JPMorgan Credit Research rechneten zuletzt damit, dass wohl nur etwa 40 Prozent der Schulden der GES bedient werden dürften. Für das Kreditinstitut würde dies einen Verlust von rund 0,7 Milliarden Euro bedeuten. Weitere 0,85 Milliarden Euro könnte es die BES kosten, dass man Investoren verschiedene Papiere der GES verkauft habe und diese nun Schadenersatz fordern könnten. Bei den ausfallgefährdeten Krediten der BES-Tochter in Angola könnte es zu zusätzlichen Verlusten von 0,7 Milliarden Euro kommen. Damit würden sich die potenziellen Verluste der Bank auf rund 2,2 Milliarden Euro belaufen.

Kein Grund zur Panik

Die Verluste dürften zwar schwer wiegen, sind aber noch kein Beinbruch für die BES. Schließlich erfüllte das Geldhaus die regulatorischen Anforderungen und verfügte zuletzt sogar noch über einen satten Puffer von 2,1 Milliarden Euro. Nach den Schätzungen von JPMorgan Research würde dieser Puffer durch die erwarteten Verluste aufgebraucht werden. Gut möglich also, dass die BES in den kommenden Wochen oder Monaten eine Kapitalerhöhung durchführen wird, um sich wieder einen Puffer aufzubauen. Die portugiesische Zentralbank hatte dies bereits kürzlich angedeutet.

Quelle: Börsenmedien AG

Kapitalerhöhung dürfte gelingen

Angesichts der niedrigen Bewertung sollte es der BES gelingen, genügend Investoren zu finden, um erfolgreich eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Die Aktie bleibt jedenfalls ein heißes Eisen und ausnahmslos für mutige Anleger mit einem langen Atem geeignet. Der Stoppkurs sollte bei 0,33 Euro platziert werden.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.

Aktuelle Ausgabe

Zu günstig für den Markt: 7 Aktien vor dem Kurssprung

Nr. 31/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Alles über Elliott-Wellen

Elliott-Wellen sind mehr als ein Analysewerkzeug – sie sind ein Blick in die Psychologie der Märkte. „Alles über Elliott-Wellen“ vereint A. Hamilton Boltons wichtigste Arbeiten und zeigt, wie Preisbewegungen zyklisch entstehen. Dieses Standardwerk erklärt Prinzipien, Muster und praktische Anwendung der Theorie – ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Trader, Analysten und Börsenprofis, die Märkte nicht nur beobachten, sondern verstehen wollen. Präzise, tiefgründig und zeitlos aktuell.

Alles über Elliott-Wellen

Autoren: Bolton, A. Hamilton
Seitenanzahl: 448
Erscheinungstermin: 11.06.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-073-7

Preis: 39,90 €